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Mittwoch 09. August 2006

Weitere Großausrüstung für PCK Raffinerie GmbH im Schwedter Hafen

Eine weitere Großausrüstung für die Schwedter Raffinerie wird am 9. August 2006 im Schwedter Hafen vom Wasser auf die Straße verladen. Angeliefert werden zwei Kolonnenteile für ein neues Projektvorhaben bei PCK. Die Kolonnenteile haben beide einen Durchmesser von 6 Metern und wiegen 250 bzw. 125 Tonnen und sind 53 bzw. 31 Meter lang. Erst im April war im Schwedter Hafenbecken die Kolonne für die Leichtbenzinveretherungsanlage angelandet. "Man kann sagen, dass fast alle drei Monate solche großen Anlagenteile für den Schwedter Industriepark angekommen"; informierte der Schwedter Hafenmeister Dieter Dormschke über das wachsende Frachtaufkommen im Schwedter Hafen. Das widerspiegelt die Entwicklung in der Region.

Mit den o.g. Ausmaßen gehört die Kolonne zu den größten bei PCK angelieferten Ausrüstungen. Lieferant ist die Firma ASB Barlage Flechum im Emsland. Die Fracht wurde am 31. Juli in Meppen an der Ems auf Schiff verladen. Die Fahrt ging über künstliche Wasserstraßen in Deutschland wie den Dortmund-Ems-Kanal, den Mittellandkanal, den Elbe-Havel-Kanal und steuerte über die Havel-Oder-Wasserstraße und die Friedrichsthaler Wasserstraße letztendlich den Schwedter Hafen an.

PCK wird einen vierwöchigen Großstillstand im April/Mai kommenden Jahres für die Einbindung verschiedener Projekte in das Raffineriesystem nutzen. Dazu gehört auch das Großprojekt FCC-Overcracking, mit dem PCK die Wirtschaftlichkeit der Prozessanlagen weitaus verbessern wird. Der angelieferte Propylensplitter ist eine der Hauptausrüstungen in diesem Projekt.

Donnerstag 03. August 2006

Staatskanzleichef Clemens Appel hat die Motorfunktion der Regionalen Wachstumskerne für die Entwicklung des ganzen Landes hervorgehoben. Brandenburg müsse die Modernisierung aus eigener Kraft schaffen, sagte Appel am Donnerstag bei einem Besuch der PCK Raffinerie GmbH und des Industrieparks PCK, die zum Regionalen Wachstumskern Schwedt/Oder gehören. Am Industriestandort Schwedt sei es einigen Unternehmen bereits gelungen, sich erfolgreich im internationalen Wettbewerb aufzustellen, betonte Appel. Um Potenziale zu mobilisieren, sei es wichtig, die Leistungsträger vor Ort an einen Tisch zu bringen. In Schwedt sei die Zusanmmenarbeit zwischen Wirtschaft und Verwaltung seit Jahren vorbildlich. Appel unterstrich: "PCK engagiert sich stark dafür, dass sich auf dem Betriebsgelände andere Unternehmen ansiedeln. Die Bilanz von 70 Betrieben und fast 1.500 Arbeitsplätzen ist beeindruckend." So könne auch der Abwanderung aus der Region entgegengewirkt werden. Appel sicherte zu, er werde sich dafür einsetzen, dass die Landesregierung den Industriepark auch weiter nach Kräften unterstütze.

Die Schwedter Raffinerie hat sich zu einer der effizientesten Raffinerien Europas entwickelt. Sie verfügt über das Know-how, das schwefelreiche russische Rohöl weitestgehend zu nutzen und auch aus schwerem Heizöl einen sehr hohen Anteil Kraftstoffe, leichte Heizöle sowie chemische Grundstoffe zu gewinnen. Hier hat PCK Weltniveau. Durch einen Verbund des eigenen Kraftwerkes mit der Raffinerie arbeitet PCK weitestgehend rückstandsfrei.

Als erste Raffinerie Deutschlands hat PCK damit begonnen, Bioethanol großtechnisch chemisch in das Fahrbenzin einzubinden. In den nächsten Wochen geht eine weitere Anlage bei PCK ans Netz, mit der Bioethanol für den Kraftstoffpool chemisch umgewandelt wird. Mit dieser Investition wird PCK weltweit ein völlig neues Produkt herstellen. Für den Aufbau des Biokraftstoff-Kompetenzzentrums sind von PCK bisher ca. 36,5 Mio. Euro ausgegeben worden.
Unterdessen ist auch deutlich mehr Bewegung in die Entwicklung des PCK-Industrieparks gekommen. Auf dem PCK-Gelände haben sich bisher 70 Firmen, die zum großen Teil als Dienstleister für die Raffinerie wirken, angesiedelt. In den letzten Jahren kamen größere Industrieunternehmen hinzu wie die Anlagen zur Erzeugung von Bioethanol und Biodiesel. Ein Holzpelletierwerk wird derzeit in Betrieb genommen. Mit diesen drei Neuanlagen werden etwa 205 neue Industriearbeitsplätze geschaffen, dafür sind Investitionen von über 100 Mio. Euro von den Investoren bereitgestellt worden. "Die zusätzlichen Arbeitsmarkteffekte dieser Anlagen reichen weit bis in die Land- und Forstwirtschaft hinein", informierte PCK-Geschäftsführer Klaus Niemann. "Zur Versorgung der angesiedelten Unternehmen ist in der PCK eine Industrieparkgesellschaft gegründet worden. Ein vordringliches Ziel ist es, die Infrastruktur des Industrieparks weiter auszubauen."
Der Regionale Wachstumskern Schwedt/Oder hat u.a. folgende Projekte als Schlüsselmaßnahmen für die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt gegenüber der Landesregierung benannt:

  • die Entwicklung und Erschließung des Industrieparks PCK,
  • der Schienenverkehrsanschluss Hafenbahn Schwedt/Oder inklusive der Herstellung eines zweiten Gleises Stendell - Passow,
  • der Ausbau des Gewerbegebietes Hafen Schwedt/Oder,
  • die Verbesserung der Anbindungen an die Autobahnen A11 und A20 durch den Ausbau der Bundesstraßen B2 und B 166 bzw. des Anschlusses an das polnische Fernverkehrsstraßennetz sowie
  • der Ausbau der Hohensaaten-Friedrichsthaler-Wasserstraße.


Die Landesregierung wird voraussichtlich am 29. August über Maßnahmen entscheiden.

Dienstag 18. Juli 2006

Die PCK Raffinerie GmbH ist Besitzer eines umfangreichen Kunstfundus mit ca. 400 Grafiken, Plastiken, Bildern und anderen künstlerischen Arbeiten. Zur Betreuung und Pflege des Kunstfundus unterhält die Schwedter Raffinerie mit dem Kunstverein Schwedt e.V. einen Vertrag.

Unter anderem plant der Kunstverein Schwedt konzeptionell und organisatorisch die Ausstellungen in der PCK-Galerie, übernimmt das Handling bei der Werterhaltung von Kunstwerken und berät Mitarbeiter bei der Ausstattung von Arbeitsräumen mit Kunst.

Der Kunstverein Schwedt e.V. ist neben den ubs. eine der wichtigen kulturellen Säulen der Stadt. Die PCK schätzt die Kinder- und Jugendarbeit, die von den ehrenamtlichen Vereinsmitgliedern geleistet wird. Ein aktuelles Vorhaben des Kunstvereins ist die Einrichtung einer Druckwerkstatt. Die Druckwerkstatt würde sich besonders anbieten bei der Durchführung von Ferienprojekten, die der Kunstverein Schwedt e.V. traditionell ein- bis zweimal im Jahr anbietet.

PCK hat sich entschlossen, die Kinder- und Jugendarbeit des Kunstvereins Schwedt e.V. zu unterstützen und das bei der Autorennbahn auf der "Inkontakt" von den Besuchern des PCK-Standes gespendete Geld - 200 Euro - an den Kunstverein zu übergeben.

Montag 22. Mai 2006

Dr. Andreas Hungeling, kaufmännischer Geschäftsführer in der PCK Raffinerie GmbH, ist am 5. Mai 2006 für weitere zwei Jahre in das Amt des Vorstandsvorsitzenden des Arbeitgeberverbandes Nordost gewählt worden. Er bekleidet dieses Amt seit Juni vergangenen Jahres. Der Arbeitgeberverband Nordostchemie vertritt die sozial- und tarifpolitischen Interessen von 178 Mitgliedsunternehmen in den sechs ostdeutschen Bundesländern.

Die Mitgliederversammlung des Bundesarbeitgeberverbandes Chemie tagte am 19. Mai 2006 und hat Hungeling in den Vorstand des Bundesarbeitgeberverbandes Chemie gewählt. Der Bundesarbeitgeberverband Chemie ist der tarif- und sozialpolitische Spitzenverband der deutschen chemischen Industrie. Zu seinem Organisationsbereich gehören 11 autonome regionale Chemie-Arbeitgeberverbände mit 1.900 Chemie-Unternahmen und 550000 Beschäftigten. Der BAVC gilt als tarifpolitisch besonders innovativer Arbeitgeberverband. Sein Verhältnis zum gewerkschaftlichen Gegenspieler, der IG BCE, ist durch eine pragmatische Sozialpartnerschaft gekennzeichnet.

Montag 06. Februar 2006

In der PCK Raffinerie GmbH Schwedt wurde 2005 mit 11,54 Mio t ein neuer Verarbeitungsrekord aufgestellt. Möglich wurde dieses Ergebnis durch eine hohe Verfügbarkeit aller Produktionsanlagen. Gegenüber 2004 (einem Jahr mit Großstillstand) wurden fast 9 Prozent mehr Rohöl verarbeitet. Die Benzinerzeugung blieb dabei mit rund 3,2 Mio t auf Vorjahresniveau. Durch Flexibilisierungsmaßnahmen wurde der wachsenden Nachfrage nach Diesel und Flugturbinenkraftstoff mit einer Erzeugung von 4 Mio t - das ist eine Steigerung von 17,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr - Rechnung getragen. Mit einer Erzeugung von rund 1,4 Mio t Heizöl extra leicht konnte ebenfalls auf den schrumpfenden Markt reagiert werden. Bei der Auslieferung von Spezialprodukten - Propylen 187.000 t, Alkylat 144.000 t und Terephthalsäure 83.000 t - ist ebenfalls eine Rekordproduktion zu verzeichnen.
Die Umwandlung von 43.000 t Bioethanol zu der hochwertigen Benzinkomponente ETBE entspricht einem Anteil von fast 20 Prozent der brandenburgischen Roggenernte, was gleichbedeutend mit einer Anbaufläche von etwa 36.000 ha ist. Nach der Realisierung von Projekten in den Jahren 2006 und 2007 wird sich diese Quote verdreifachen. 147.000 t Biodiesel wurden im Jahr 2005 dem mineralölstämmigen Diesel beigemischt. Rein rechnerisch bedeutet das: Allein die PCK verbraucht fast die gesamte Rapsernte des Landes Brandenburg.

Mit einem realisierten Investitionsvolumen von 57,5 Mio Euro im Jahre 2005 bereitet sich PCK für die kommenden Herausforderungen vor. Vorhaben wie der Umbau einer Diesel-Raffinationsanlage zur Wandlung von Heizöl extra leicht in Diesel und verschiedene Modernisierungsmaßnahmen wurden fertig gestellt. Mit der Grundsteinlegung für eine Anlage zur chemischen Einbindung von Bioethanol in Benzin (Leichtbenzinveretherung) beschreitet PCK, international gesehen, Neuland. Die Inbetriebnahme ist für den Herbst 2006 vorgesehen.  
Auch 2005 hatte PCK keine Produktreklamation zu verzeichnen und stellte dem Markt somit ganzjährig Spitzenqualität zur Verfügung.

Die Projektvorbereitung und -abwicklung mit den Partnern war termintreu und von hoher Qualität.
PCK begann die Umsetzung einer Reihe von Großprojekten in einer Höhe von 107 Mio Euro. Dazu gehören die genannte Leichtbenzinveretherung (26 Mio. Euro), Boosterofen Rohöl 3 (12,9 Mio. Euro), FCC-Overcracking (29,6 Mill. Euro), Safety-Programm HF-Alkylierung (21,5 Mio. Euro) sowie Leistungssteigerung IKS (17 Mio. Euro). Die Vorhaben sollen noch im Herbst 2006 bzw. im Frühjahr 2007 abgeschlossen sein.

Mit den Großprojekten FCC-Overcracking zur Erzielung einer höheren Olefinausbeute, Leistungssteigerung der ETBE-Anlage und Erhöhung der Verstromungskapazität für Erdölrückstände im Industriekraftwerk werden die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft gestellt. Weiterhin wird durch die Errichtung eines Booster-Ofens in einer Destillationsanlage die Verfügbarkeit der Anlage wesentlich erhöht.

PCK beschäftigt derzeit 1275 Mitarbeiter, zusätzlich erhalten 150 Jugendliche eine Ausbildung. Im September 2005 starteten 44 Schulabgänger ihre Ausbildung in den Berufen Chemikant, Elektroniker für Betriebstechnik, Chemielaborant, Industriemechaniker und Bürokaufmann/frau.

Der Umsatz der PCK Raffinerie betrug für 2005 2,0 Mrd. Euro, darin sind 1,8 Mrd Euro Mineralölsteuer enthalten.

Mit der Inbetriebnahme der Bioethanolanlage, betrieben durch die Nordbrandenburger BioEnergie GmbH, und einer Biodieselanlage der Nordbrandenburger Umesterungs Werke GmbH wurden 2005 neben den bereits gut 75 angesiedelten Industriedienstleistern und Kleinunternehmen bedeutende Firmen auf dem Gelände der PCK angesiedelt. Im Frühjahr wird ein weiteres Unternehmen - ein Holzpelletierwerk - auf dem PCK-Gelände auf Produktion gehen. Durch diese 3 neuen Ansiedlungen werden etwa 205 neue Arbeitsplätze geschaffen.

Donnerstag 26. Januar 2006

In dem ostbrandenburgischen Raffineriestandort Schwedt/Oder entsteht eine Leichtbenzin-Veretherungsanlage. Das Fundament ist bereits errichtet, noch im Februar sollen die Betonarbeiten abgeschlossen werden. Die Stahlbauarbeiten haben trotz des starken Frostes bereits begonnen. Die Anlage erlaubt die Verarbeitung von über 60 kt Bioethanol jährlich.

PCK baut eine solche Veretherungsanlage nach dem NExTAEE-Prozess von Neste Jacobs Oy. Die Technologie ist einfach und übersichtlich und stellt eine sehr intelligente Prozesslösung dar. Der apparative Aufwand ist gering. Neben dem Isobutylen im FCC-C4-Schnitt, das PCK für die Erzeugung von ETBE einsetzt, ist weiteres Veretherungspotenzial durch die tertiären Olefine im C5-C7-Bereich des FCC-Leichtbenzins vorhanden. Das mit Bio-Ethanol veretherte Leichtbenzin hat einen deutlich niedrigeren Dampfdruck als das unveretherte Produkt.

PCK-Geschäftsführer Dr. Klaus Niemann unterstrich den innovativen Geist der Raffinerie bei der Grundsteinlegung im Dezember 2005: "PCK war die erste Raffinerie in Deutschland, die Bio-ETBE großtechnisch hergestellt hat, PCK ist nun die erste Raffinerie der Welt, die einen Leichtbenzinbioether herstellt." PCK wird ein völlig neues Produkt produzieren, welches den Anteil olefinhaltiger Substanzen im Kraftstoff senkt und in umweltverträglichere Komponenten umwandelt. Es ist ein Stoffgemisch, das die von der EU angestrebten 5,75 Prozent biogenem Anteil an Kraftstoffen in Deutschland vergleichsweise einfach umsetzbar macht (Allein mit Bio-ETBE ist das Ziel bei PCK nicht zu erreichen). Es entsteht ein Produkt, das auf dem Kraftstoffmarkt flexibel tauschbar ist.

Für diesen völlig neuen Stoff mussten bei den zuständigen Bundesbehörden die erforderlichen toxikologischen und ökotoxikologischen Untersuchungen vorgelegt werden. Die Zusammenarbeit mit den Bundesbehörden gestaltete sich sehr kooperativ. Die Genehmigung zur Vermarktung des Produktes ist Anfang Oktober 2005 planmäßig erteilt worden.

Die Anlage wird in kürzester Zeit in Betrieb gehen. Vom ersten Planungsgriff bis zur geplanten Inbetriebnahme im kommenden Oktober werden nur anderthalb Jahre vergehen. Für das Engineering und die Errichtung der schlüsselfertigen Leichtbenzin-Veretherungs-anlage hat die Uhde GmbH die Verantwortung. Für die Realisierung der Bau- und Montageleistung stehen vorrangig Unternehmen aus der Uckermark in der Pflicht. Insgesamt wird das Projekt 26 Mill. Euro kosten.

Donnerstag 10. November 2005

Nachfolgend handelt es sich um ein mögliches Störfallszenario, dass in einer Störfallübung am 10. November wie folgt simuliert wurde:

Am 10. November kam es um etwa 14:28 Uhr in der Schwedter Raffinerie zu einem Gasaustritt. Der vermeintliche Gefahrenbereich wurde abgesperrt. Einsatzteams und Rettungskräfte sind vor Ort. Notfalldienste und Behörden wurden ebenfalls in die Übung einbezogen.

Das Ziel bestand darin,  mit dieser Übung in großem Maßstab das Zusammenwirken der internen und externen Rettungskräfte authentisch zu trainieren.

Hinweis:
Im Zusammenhang mit dieser Störfallübung wurde zwischen 15-16 Uhr die B2n ab Kreuzung B166 bis zum Abzweig Blumenhagen gesperrt.

Die Störfallübung wurde um 15:38 Uhr beendet.

Geschäftsführung

Dr. Niemann                           Dr. Hungeling

Freitag 16. September 2005

Mit dem Abschluss des Probebetriebes in der Bioethanolanlage der Nordbrandenburger BioEnergie GmbH & Co. KG (NBE) fließt diese Biokraftstoffkomponente seit dem 15. September 2005 unmittelbar zur Weiterverarbeitung in die Schwedter PCK-Raffinerieanlagen. Bereits Anfang 2004 startete PCK mit der Verarbeitung von Biokomponenten zur Erzeugung von Kraftstoffen.

Künftig werden bei NBE in Schwedt rund 600 000 Tonnen Roggen im Jahr zu hochreinem Bio-Ethanol verarbeitet. Der Rohstoffbedarf der NBE-Anlage wird vorwiegend aus der Region Uckermark/Brandenburg gedeckt.

Die PCK Raffinerie GmbH verarbeitet bereits jetzt mehr als 150 000 Liter reinen Alkohols täglich in den Raffinerieanlagen. Damit besitzt der Schwedter Kraftstoff schon heute Bestandteile aus nachwachsenden Rohstoffen. Der Bedarf der Raffinerie wird weiter ansteigen. Dafür werden zurzeit weitere Anlagen zur Alkoholverarbeitung errichtet.

Mittwoch 17. August 2005

Besuch des Regierenden Bürgermeisters von Berlin Herrn Klaus Wowereit und des Ministerpräsidenten des Landes Brandenburgs Herrn Matthias Platzeck am 17. August 2005 in der PCK Raffinerie GmbH.

Die PCK Raffinerie GmbH in Schwedt/Oder gehört mit einer Rohölverarbeitungskapazität von jährlich 11 Millionen Tonnen zu den großen Verarbeitungsstandorten in Deutschland. In Schwedt wird seit 1964 Rohöl destilliert. PCK erzeugt die typischen Mineralölprodukte Flüssiggas, Ottokraftstoffe, Dieselkraftstoff und Heizöl, Flugturbinenkraftstoff Jet A-1, Propylen und Bitumen. Zudem gibt es eine petrochemische Verarbeitungsstrecke, bei der Aromaten für die Weiterverarbeitung in der chemischen Industrie und Terephthalsäure, u.a. ein Faserrohstoff für Polyesterprodukte, hergestellt werden.

Die PCK Raffinerie ist ein Unternehmen der Shell Oil Deutschland GmbH (37,5 %), der Ruhr Oel GmbH (ein Joint Venture zwischen der Deutschen BP AG und der venezolanischen Raffineriegesellschaft Petroleos de Venezuela) (37,5 %) sowie der Raffineriebeteiligungsgesellschaft AET (25 %), ein Gemeinschaftsunternehmen der TOTAL Deutschland GmbH und der Agip Deutschland GmbH. Mit einem Investitionsaufwand von bisher über 1,6 Milliarden Euro ist der Raffineriestandort umfassend modernisiert worden. Rund 650 Millionen Euro sind davon seit der Privatisierung 1991 für Umweltschutzmaßnahmen und -anlagen aufgewendet worden. Die bedeutendste Umweltmaßnahme war der Einbau einer dreistufigen Rauchgasreinigung in das neu errichtete Kraftwerk. Dadurch konnten die Emissionen bei Stickoxiden, Schwefeldioxid und Staub drastisch gesenkt werden. PCK gehört heute zur Spitze im europäischen Leistungsvergleich der Mineralölverarbeitungsbranche.

Schwedt sorgt für Mobilität in Berlin
Die östlichste Raffinerie Deutschlands ist der wichtigste Kraftstoffversorger für die Bundeshauptstadt. 90 bis 95 Prozent der in Berlin verbrauchten Ottokraftstoffsorten Normal, Super und Super Plus sowie Dieselkraftstoff, Flugturbinenkraftstoff und Heizöl kommen aus Schwedt. Der Flughafen Tegel wird ausschließlich aus Schwedt versorgt - über Tankkraftwagen. Der Flughafen Schönefeld erhält ca. 80 Prozent seines Verbrauchs aus Schwedt und wird im Gegensatz zu Tegel über Kesselwagen beliefert. Im Jahre 2004 hat PCK über vier Millionen Tonnen Kraftstoffe, das sind 54 Prozent der ausgelieferten PCK-Menge, in den Großraum Berlin versendet.

PCK - ein innovatives Unternehmen
Erfolgreich hat PCK das Auto/Oel-Programm umgesetzt, so dass zum 1. Januar 2003 alle Großtankläger und Tankstellen mit schwefelfreien Kraftstoffen beliefert wurden. PCK ist in Deutschland führend bei der Erprobung und dem großtechnischen Einsatz von Biokraftstoffen. Bereits zu Beginn des vergangenen Jahres wurde eine Anlage auf den Einsatz von Bioethanol zur Erzeugung von Ethyl-Tertiär-Butyl-Ether - eine Kraftstoffkomponente zur Erhöhung der Oktanzahl - umgebaut. Damit war PCK die erste Raffinerie in Deutschland, die Bio-ETBE großtechnisch herstellte. Seit Februar 2004 liefert PCK Bio-Diesel aus - mit Rapsmethylesther (RME) als einer Biokomponente. Zur Übernahme von biogenen Komponenten wurden rund 10 Millionen Euro für Entladeanlagen und Tanks investiert.

Der Umsatz der PCK-Raffinerie für 2004 betrug 1,879 Mrd. Euro, darin sind 1,563 Mrd. Euro Mineralölsteuer enthalten.

PCK - ein Ausbildungsbetrieb
PCK beschäftigt zurzeit 1.300 Mitarbeiter. Zusätzlich erhalten 106 Jugendliche eine Ausbildung bei PCK. Auf Grund des großen Bedarfs an Ausbildungsplätzen hat PCK die Zahlen für die Neueinstellungen im September erhöht und wird 44 neue Azubis in den Berufen Chemikant/in; Elektroniker/in für Betriebstechnik, Chemielaborant/in, Industriemechaniker/in und Bürokaufmann/frau ausbilden. Das sind acht Ausbildungsplätze mehr als ursprünglich vorgesehen. Mit großem Erfolg unterhält die PCK einen Ausbildungsverbund mit zehn Unternehmen der Region und drei Bildungsträgern - u.a. mit dem Berufsbildungszentrum Chemie in Berlin-Adlershof für die Ausbildung der Laboranten. In den Verbund eingeschlossen ist zum Beispiel die Nutzung der Fachkabinette der PCK-Ausbildungsstätte für kleinere Unternehmen der Region. Der Ausbildungsverbund ermöglicht weiteren 30 Jugendlichen eine qualifizierte Ausbildung.

PCK in der Perspektive
Im Jahr 2005 sind Vorhaben und Projekte zur Verbesserung der Wertschöpfung und der Zuverlässigkeit des Anlagenparks mit einem Aufwand von über 66 Millionen Euro geplant. Einen Großteils des Umfanges werden Ausgaben zum Ausbau und zur Anpassung der Verarbeitungsstruktur an den Markt wie das Projekt FCC-Overcracking mit dem Ziel erhöhter Propylenausbeuten zu Lasten des Benzinausstoßes einnehmen. Weitere Projekte stehen in den Startlöchern wie die Veretherung von Leichtbenzin (und damit der Einsatz weiterer Biokomponenten), die Erweiterung des Kraftwerkes sowie die Sanierung werksinterner Versorgungssysteme.

Mehr als 70 Unternehmen haben sich bisher auf dem Firmengelände der Schwedter Raffinerie niedergelassen, die industrielle Dienstleistungen in allen raffinerietypischen Gewerken ausführen. Aber auch produzierendes Gewerbe ist angesiedelt. Der Industriestandort ist ausgestattet mit einem leistungsfähigen Kraftwerk, verfügt über Gleisanschlüsse, Verladeeinrichtungen und große, zum Teil schon erschlossene Flächen für weitere Industrieansiedlungen. Schwedt hat einen Binnenhafen mit einer Verbindung über die Oder bis in die Ostsee.

Auf dem Gelände der PCK Raffinerie GmbH wächst ein Industriepark mit mehreren innovativen Unternehmen. Zurzeit befindet eine Anlage zur Erzeugung von Bio-Ethanol im Probebetrieb. Die Nordbrandenburger BioEnergie GmbH & Co KG wird hier jährlich rund 600000 Tonnen Roggen zu 180000 Tonnen hochreinem Bio-Ethanol verarbeiten. Gleich neben diesem Verarbeitungskomplex entsteht eine Rapsmethylesteranlage. Produktionsstart soll noch in diesem Jahr sein. Kurz bevor steht die Grundsteinlegung für ein Holzpelletierwerk.

Mittwoch 01. Juni 2005

PCK-Geschäftsführer zum Vorsitzenden des Arbeitgeberverbandes Nordost Chemie gewählt

Zum neuen Vorsitzenden des Arbeitgeberverbandes Nordostchemie e.V. wurde auf der Mitgliederversammlung am 27. Mai 2005

Dr. Andreas Hungeling

gewählt. Der PCK Raffinerie-Geschäftsführer war zuvor bereits Mitglied im Vorstand. Er folgt dem Thüringer Horst Huß, Thioplast Chemicals GmbH & Co.KG, im Amt.

Hungeling ist von Beruf Diplom-Geophysiker und wohnt mit seiner Familie in Schwedt. Studiert hat er in Berlin und Münster. Thema seiner Dissertation: Reflexionsseismik auf Schelf- und Inlandeisen. Hungeling hat an Antarktisexpeditionen teilgenommen, ehe er in die Mineralölwirtschaft einstieg. Seit Juli 2001 ist er einer von zwei Geschäftsführern der PCK Raffinerie GmbH. Doch die PCK war kein Neuland für ihn. Schon von 1995 bis 1998 arbeitete er im Auftrage der RWE DEA in der PCK und leitete den Bereich Informationssysteme. Danach rief ihn das Mutterunternehmen nach Hamburg zurück.

Als Vorsitzender des Arbeitgeberverbandes Nordostchemie leitet er den Verband, vertritt die Mitgliedsfirmen nach außen, bestimmt die Richtlinien der Tarifpolitik und entscheidet über die Aufnahme neuer Mitglieder.
Der AGV Nordostchemie vertritt für rund 170 Mitgliedsunternehmen mit 40.000 Mitarbeitern die sozialpolitischen Interessen in den ostdeutschen Bundesländern und Berlin. Die Unternehmen der Ostchemie haben 2004
11,3 Milliarden Euro umgesetzt. Das prozentuale Umsatzwachstum war damit deutlich höher als das der gesamten deutschen Chemieindustrie.

Montag 25. April 2005

Peter Prosch, Leiter des Bereiches Personal in der PCK Raffinerie GmbH, ist am 18. April zum Vorsitzenden des sozialpolitischen Ausschusses Ost des Arbeitgeberverbandes Nordostchemie gewählt worden. Der sozialpolitische Ausschuss und der Vorstand des Arbeitgeberbandes bestimmen gemeinsam die Tarifpolitik im Verbandsgebiet Ost und sind Vertragspartner in den Tarifverhandlungen.

Der Vorsitzende des sozialpolitischen Ausschusses ist gleichzeitig Mitglied des Vorstandes des Arbeitgeberverbandes Nordostchemie. Peter Prosch arbeitet seit 1997 im sozialpolitischen Ausschuss, seit zwei Jahren stand er in der Verantwortung als einer der beiden Stellvertreter.

Im Arbeitgeberverband Nordostchemie sind die Bundesländer Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen mit ca. 320 Mitgliedsunternehmen und rund 49.000 Beschäftigten organisiert.

Freitag 08. April 2005

Die PCK Raffinerie GmbH veranstaltet am 28. April von 9 bis 17 Uhr in ihren Ausbildungsstätten einen "Girls'Day" - einen Tag der offenen Tür in der Ausbildung. Der Girls'Day , im Land Brandenburg auch als Zukunftstag für Mädchen bekannt, ist eine bundes- und landesweite Initiative der Wirtschaft, der Hochschule sowie unterschiedlicher Institute, Verbände und Interessengruppen. Der Girls'Day findet in diesem Jahr zum 5. Mal statt und wird von den zuständigen Ministerien unterstützt. Die PCK beteiligt sich das zweite Mal am Girls'Day. Dabei sind nicht nur Mädchen und junge Frauen gern gesehene Gäste, sondern auch junge männliche Bewerber. Das Programm ist vielseitig:

  • technische Experimente und chemische Versuche zum Anfassen und selber machen,
  • Praktische Übungen am PC im kaufmännischen Bereich,
  • ausführliche Informationen zu allen bei PCK ausgebildeten Berufen,
  • Gesprächsforen über Ausbildungsmöglichkeiten und die Anforderungen bei PCK
  • Werkrundfahrten und Laborrundgänge zum Kennen Lernen des Unternehmens
  • Vorführungen im Lehrtechnikum Chemie, in der Metall- und Elektrotechnik.


Das Ziel ist, junge Menschen für den Einstieg in naturwissenschaftliche Berufe zu begeistern. Sie erhalten - egal, ob sie im Klassenverband anreisen oder mit den Eltern die PCK-Ausbildung besuchen - an diesem Tag die Gelegenheit, sich gleichberechtigt über Ausbildungsmöglichkeiten, Anforderungen und berufliche Chancen bei PCK zu informieren. Es gibt außerdem Musik, Snacks und ein paar kleine Überraschungen, denn dieser Tag soll für alle Besucher eine runde Sache werden.

Telefonische oder schriftliche Anmeldungen (besonders von Schulklassen) erleichtern die Vorbereitung, aber auch kurz entschlossene Besuchergruppen sind herzlich willkommen. Die Anmeldungen können schriftlich gerichtet werden an die

PCK Raffinerie GmbH
Ausbildung
Postfach 10 01 54
16284 Schwedt/Oder.

Telefonische Anmeldungen sind unter den Telefon-Nummern 03332-46 53 90 bzw.
03332-46 3337 möglich, die Fax-Nummer ist 03332-46 59 64.

Donnerstag 10. Februar 2005

Die PCK Raffinerie GmbH war im Geschäftsjahr 2004 mit einer Verarbeitungsquote von 10,6 Millionen Tonnen Rohöl wiederum gut beschäftigt, und das trotz eines vierwöchigen Verbundstillstandes im Frühjahr 2004. In diese Großüberprüfung waren 18 der 39 Prozessanlagen einbezogen. Innerhalb dieser Zeit sind für Instandhaltungsleistungen 27 Millionen Euro und für Projekte 18 Millionen Euro aufgewendet worden. Realisiert wurde dieser große Arbeitsumfang mit 61 zum überwiegenden Teil ortsansässigen Partnerfirmen. Highlights waren neben dem Ersatz von Rohrleitungen und Bauteilen sowie den eigentlichen sicherheits-technischen Überprüfungen die Einbindung einer neuen Hauptkolonne in die FCC-Anlage, der Umbau der MTBE-Anlage für den Einsatz von Bioethanol, die Erweiterung der Alkylierungsanlage zur Erzeugung hochoktaniger Ottokraftstoffkomponenten und der Wechsel des Vakuumofens in der Rohöldestillation 1. Alle Anlagen konnten termingerecht die Produktion aufnehmen, das Budget wurde eingehalten. Die Investitionen tragen wesentlich zur Optimierung der Raffineriestruktur bei. Die Rohölverarbeitungskapazität steigt leicht auf 11 Millionen t/a, die Kapazität der FCC-Anlage erhöht sich um 20 t/h auf 340 t/h.

Bereits im Januar 2004 stellte PCK die MTBE-Anlage zunächst provisorisch auf den Einsatz von Bioethanol zur Erzeugung von Ethyl-Tertiär-Butyl-Ether (ETBE) um. Damit war PCK die erste Raffinerie in Deutschland, die Bio-ETBE - ebenfalls eine Kraftstoffkomponente zur Erhöhung der Oktanzahl - großtechnisch herstellte.

Seit Februar begann die Zumischung von Rapsmethylester (RME) zum Dieselkraftstoff. Ab September konnte der Markt flächendeckend mit diesem Produkt versorgt werden. Zur Übernahme der biogenen Komponenten wurden rund 10 Millionen Euro für Entladeanlagen und Tanks bei PCK investiert. Im Industriepark der Raffinerie nahm im Dezember 2004 die Bioethanolanlage der NBE GmbH ihren Probebetrieb auf.

In der Raffinerie selbst gab es Umstellungen im Verarbeitungssystem aufgrund von Marktanpassungen zugunsten von Dieselkraftstoff. 2004 erreichte PCK mit einer Erzeugung von 3,1 Millionen Tonnen eine Spitzenproduktion beim Dieselkraftstoff und folgt damit den Trends im Bedarf des automobilen Sektors.
PCK hat über ihre Gesellschafter 9,5 Millionen t Mineralölprodukte in den Markt geliefert. Davon wurden 55 Prozent der Produkte über Schiene und 32 Prozent der Produkte über Pipeline befördert, 13 Prozent der Produkte haben die Raffinerie direkt über die Straßenverladung verlassen.

Alle Produkte wurden in Menge, Qualität und Sortiment entsprechend den Anforderungen des Marktes und der Gesellschafter bereitgestellt. Im Jahr 2004 gab es - wie auch schon in den Jahren 2002 und 2003 - keine Produktreklamationen.

Im Rahmen des CO2-Emissionshandels baute PCK im Jahre 2004 ein Monitoringsystem auf und erhielt die für den maximalen Anlagenbetrieb erforderlichen CO2-Zertifikate. Der Start in die bis 2007 reichende erste Handelsperiode gelang daher unter wirtschaftlich vertretbaren Bedingungen.

Der Umsatz der PCK-Raffinerie für 2004 betrug 2,3 Milliarden Euro, darin sind 2,0 Milliarden Euro Mineralölsteuer enthalten.

Derzeit beschäftigt PCK etwas über 1.300 Mitarbeiter, zusätzlich erhalten 126 Jugendliche eine Ausbildung bei PCK. Ab September 2005 werden 36 Auszubildende in den Berufen Chemikant, Elektroniker für Betriebstechnik, Chemielaborant und Bürokaufmann/-frau ausgebildet. Die PCK unterhält mit ca. 10 Unternehmen der Region und drei Bildungsträgern einen Ausbildungsverbund, der weiteren 30 Jugendlichen eine qualifizierte Ausbildung ermöglicht.

Im Jahr 2005 sind Vorhaben und Projekte zur Verbesserung der Wertschöpfung und Zuverlässigkeit des Anlagenparks mit einem Aufwand von über 66 Millionen Euro geplant. Einen Großteil des Umfanges werden Ausgaben zum Ausbau und zur Anpassung der Verarbeitungsstruktur an den Markt wie das Projekt FCC-Overcracking mit dem Ziel erhöhter Propylenausbeuten zu Lasten des Benzin-ausstoßes einnehmen. Weitere Projekte stehen an, wie der Umbau des thermischen Crackers auf Einstrangfahrweise, die Erweiterung des Kraftwerkes sowie die Sanierung werksinterner Versorgungssysteme.
Die Verarbeitungsanlagen werden mit einer voraussichtlichen Rohölverarbeitung von 11 Millionen Tonnen wieder gut ausgelastet sein.

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