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Freitag 29. Oktober 2010

Am 28. Oktober ehrte die IHK Ostbrandenburg die 40 besten Auszubildenden des Jahrgangs 2010. Aus der PCK Raffinerie GmbH nahmen Anika Wallbaum als Chemielaborantin und Michael Werth als Chemikant die Auszeichnungen entgegen. Beide Auszubildende hatten ihre Ausbildung mit sehr guten Ergebnissen im Februar bei PCK abgeschlossen.

Die PCK-Ausbildung war sehr glücklich über eine weitere Auszeichnung an diesem Tag. Der Präsident der IHK Ostbrandenburg Dr. Ulrich Müller zeichnete den PCK- Auszubildenden Michael Werth als landesbesten Chemikanten aus. Diesen Titel hat zum ersten Mal ein Auszubildender der PCK erreicht.

Außerdem wurde die PCK als "Ausgezeichneter Ausbildungsbetrieb" des Kammerbezirkes Ostbrandenburg geehrt.

Freitag 29. Oktober 2010

Erstmals ist die Ausbildung der PCK mit dem "Brandenburgischen Ausbildungspreis" ausgezeichnet worden. Der Preis wird seit sechs Jahren vergeben, 66 Unternehmen mit 130 Ausbildungsberufen bewarben sic h in diesem Jahr um den Preis. Arbeitsminister Günter Baaske übergab acht erste Preise, die mit je 1.000 Euro dotiert sind.

Der Preis wird an Unternehmen verliehen, die sich durch besonderes Engagement bei der Berufsvorbereitung, eine hohe fachliche Qualität in der Ausbildung und ein soziales Engagement in ihrer Region auszeichnen.

Der Wettbewerb steht unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Matthias Platzeck und ist eine Initiative des Brandenburgischen Ausbildungskonsenses - einem Bündnis von Wirtschaft, Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern, Gewerkschaften, der Vereinigung der Unternehmensverbände in Berlin und Brandenburg, der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit und der Landesregierung.

Mittwoch 01. September 2010

Dr. Klaus Niemann, Sprecher der Geschäftsführung der PCK Raffinerie GmbH, wechselt am 1. September 2010 zu TNK-BP nach Moskau. Sein Nachfolger in Schwedt ist Jos van Winsen, bisheriger General Manager der Shell Raffinerie in Göteborg.

Dr. Klaus Niemann verantwortete 8 Jahre lang die Bereiche Produktion und Technik der PCK Raffinerie. Unter seiner Führung konnte die PCK ihre Spitzenposition unter den westeuropäischen Raffinerien auch unter schwierigen Marktbedingungen weiter ausbauen.

Er entwickelte die Raffinerie auch zu einem Vorreiter und Kompetenzführer auf dem Gebiet der Biokraftstoffe. Seinem Engagement bei der Gründung des Industrieparks Schwedt ist die Ansiedlung mehrerer Unternehmen aus dem Bereich der regenerativen Energien in Schwedt zu verdanken.

Er studierte Chemie in Münster/Westfalen und promovierte 1977 am Max-Planck-Institut für Kohleforschung, Mülheim/Ruhr. Vor seiner Berufung in die Geschäftsführung der PCK 2002 leitete Dr. Klaus Niemann als Geschäftsführer den Chemiepark Münchsmünster und war Werksleiter des Petrochemiewerks Ruhroel Münchsmünster/Oberbayern (heute: LyondellBasell).

Seit 2005 war er außerdem Vorsitzender des Wirtschaftsfördervereins „pro Brandenburg“ e. V. und in dieser Funktion Mitglied des Aufsichtsrats der Zukunftsagentur Brandenburg GmbH. Seit 2007 war er Vizepräsident der IHK Ostbrandenburg.

Sein Engagement würdigte auch Ministerpräsident Matthias Platzeck: „Klaus Niemann hat das Wohl seines Betriebes stets eng mit dem Wohl der Region verknüpft. Er hat nicht nur kritisiert, sondern auch Mut gemacht und in bestverstandenem Sinne mit Weitblick und in sozialer Verantwortung gehandelt. Sein Führungsstil setzt Maßstäbe.“

Der neue Sprecher der Geschäftsführung Jos van Winsen studierte an der Technischen Universität in Delft (Niederlande) und war von 2006 bis 2010 General Manager der Shell Raffinerie in Göteborg (Schweden).

Die PCK Raffinerie zählt zu den effizientesten, innovativsten und sichersten der Welt und ist mit einem Umsatz von 2,1 Mrd EUR p. a. eines der wirtschaftsstärksten Unternehmen in Brandenburg.

Dienstag 31. August 2010

Zum BRANDENBURG-TAG in Schwedt zeigt die PCK Raffinerie GmbH ein neues Gesicht.

Es wird das längste Fassadenbild Deutschlands, das gegenwärtig an fünf Gebäudewänden entlang der Eingangsfront der PCK Raffinerie Schwedt GmbH entsteht. Das Unternehmen – mit mehr als 1.100 Beschäftigten größter Arbeitgeber in der Uckermark – hat als einen seiner Beiträge zum diesjährigen BRANDENBURG-TAG „Rendezvous in Schwedt. Adler trifft Pipeline!“ am 4. und 5. September eine Trompe-l’œil-Arbeit in Auftrag gegeben, bei der künstlerische Perspektivmalerei und tatsächliche Industrielandschaft ein raffiniertes Doppelspiel – was ist real, was ist Fiktion? – eingehen.

Der uckermärkische Fassadenkünstler Hartmut Lindemann hat einen Entwurf geschaffen, der das neue Gesicht des aufwändig modernisierten Betriebes nach außen kehrt: Die fünf Wandgemälde auf den nebeneinander stehenden Gebäuden verbinden sich derart mit den tatsächlichen Betriebsansichten, dass der Eindruck eines in sich geschlossenen 200 Meter langen Frieses entsteht. Oder trügt der Schein doch nicht (tromper l´œil – das Auge täuschen), ist doch alles echt, sind es doch die wahren Apparaturen und Armaturen, die sich da zum großen Ganzen zusammenfügen?
 
Kunst und Wirklichkeit formen gemeinsam das neue Gesicht der Uckermark


Einen Tag lang ist der Grafikdesigner mit der Fotokamera durch die schier unendlichen Anlagen der Raffinerie gelaufen. Als gelernter Rohrtechniker ist er durchaus vertraut mit der Konstruktion von Strängen aller Art, die hochkomplizierte Technologien materialisieren. Und dennoch erlag auch er der Faszination der ineinander verschlungenen Kessel, Schlote und Maschinen. „Es war für mich eine Herausforderung, dieses gigantische Räderwerk zu erfassen und aus Hunderten von Fotos eigene Kompositionen zu entwerfen, die eine Symbiose mit der Wirklichkeit am Ort eingehen“, erzählt der seit rund zwei Jahrzehnten in der Uckermark ansässige Künstler. Mit einem Team von vier Mitarbeitern arbeitet er derzeit rund 20 Tage lang an einer Wand. Bis zum Landesfest sollen drei Bilder fertig werden. Noch im Herbst wird das Gesamtwerk vollendet. „Natürlich nehme ich mir die Freiheit, mit meinen Augen zu sehen und mit meinen Sinnen zu malen. Zum Beispiel sind in jedem Bild mehrere Suchbilder enthalten, die zwar Assoziationen zum Gelände haben, aber real trotzdem nicht hier her gehören“, verrät Hartmut Lindemann, der seine Pinsel gern auch mit einer Pointe führt.

Diese Bilder im Bild sind eine Aufforderung genau hinzuschauen, sich Zeit zu nehmen für Entdeckungen. Sie ermuntern zu einem vertiefenden Blick – so wie auch die Stadt Schwedt selbst. Wenn man von den Hügeln vor der Stadt ins Odertal hineinrollt, dann baut sich das Motto des diesjährigen BRANDENBURG-TAGes „Adler trifft Pipeline“ förmlich als sichtbares Bild auf. In sanft gewellter Landschaft erhebt sich die beeindruckende Silhouette der Raffinerie, des größten Industriestandortes im Norden Brandenburgs. Die natürlichen Reize des Landes, die dem Menschen Lebensqualität und Erholung versprechen, und seine materiellen Grundlagen für wirtschaftlichen Erfolg liegen wie auf einem Tableau vor dem Betrachter. Es ist ein Bild der Gegensätze, in das man tief hineinschauen und nach dem Verbindenden suchen muss – so wie demnächst auch in Hartmut Lindemanns Wandgemälde von der Raffinerie.
 
Die Raffinerie war und ist der Motor der Region


Der Betrieb ist seit einem halben Jahrhundert der Motor, der Schwedt und darüber hinaus eine ganze Region in Bewegung hält. Ein Motor ist nicht das Sinnbild für Anmut und Schönheit, wohl aber für Kraft, Dynamik und – wenn er etwas taugt – auch für Beständigkeit. Generationen von Menschen sind zu Schwedtern geworden, weil sie das einstige Petrolchemische Kombinat am Ende der aus den Weiten Russlands kommenden Erdöltrasse „Drushba“ als Herausforderung anlockte und schließlich sesshaft werden ließ. Seit 1991 sind rund zwei Milliarden Euro in die Erneuerung und Erweiterung der Maschinen und Anlagen geflossen, die Schwedt mittlerweile zu einem der modernsten Energiezentren Europas machen. Rund ein Viertel des nach Deutschland fließenden Öls kommt über Schwedt, weil auch Leuna von hier aus beliefert wird. In der Oderstadt selbst werden jährlich 11,5 Millionen Tonnen Rohöl verarbeitet, was einem Zehntel der gesamten deutschen Kapazität entspricht. Im Großraum Berlin-Brandenburg fahren neun von zehn PKWs mit den Produkten aus Schwedt. Täglich verlassen Dieselkraftstoffe für rund 50 Millionen LKW-Kilometer den Betrieb. Außerdem werden die Airports in Tegel zu 100 Prozent und in Schönefeld zu 80 Prozent mit dem dort benötigten Kerosin versorgt. PCK erzeugt täglich so viel Strom, dass damit der Jahresstrombedarf von 350.000 Haushalten gedeckt werden kann. „Schwedt ist PCK“ – dieses Gleichnis von einst hat bis heute seine Berechtigung. Die in eine GmbH umgewandelte Raffinerie ist nicht nur Garant für anspruchsvolle Arbeitsplätze. Sie ist zugleich auch Auftraggeber für rund 120 Firmen, ist Katalysator für weitere Ansiedlungen, Ideengeber und Förderer von innovativen und wissenschaftlichen Projekten auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien und größter Sponsor im kulturellen, sportlichen und gesellschaftlichen Bereich.

Deshalb begnügt sich das Unternehmen nun auch nicht damit, das Landesfest als einer der Hauptsponsoren finanziell zu unterstützen und den Festumzug am Sonntag mit einem imposanten, lebendigen Bild von der rund 5.000 Kilometer langen Pipeline zu bereichern. „Mit unserer künstlerischen Initiative wollen wir einen nachhaltigen Beitrag zum sich wandelnden Gesicht von Stadt und Region leisten“, betont PCK-Kommunikationschefin Vica Fajnor. „Wir würden uns freuen, wenn sich mit Hilfe von weiteren Partnern auch direkt in der Stadt neue überraschende Ansichten realisieren ließen.“ An Hartmut Lindemann soll es nicht liegen. Der hat schon spannende Entwürfe in der Schublade, mit denen er an scheinbar spröder, nackter Oberfläche die nächsten Einblicke in die Tiefe von Stadt und Raum ermöglichen will.

Nehmen Sie sich Zeit und lassen die Bilder auf sich wirken. Sie finden sie am Haupttor der PCK Raffinerie (Eingang Straße H).

Donnerstag 17. Juni 2010

Die PCK Raffinerie GmbH richtet einen Förderpreis ein, mit dem jährlich je zwei Abiturientinnen und Abiturienten des Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasiums und der Gesamtschule Talsand ausgezeichnet werden. Der PCK-Preis für naturwissenschaftliche Exzellenz würdigt herausragende schulische und außerschulische Leistungen in den naturwissenschaftlichen Fächern und das soziale und gesellschaftliche Engagement der Preisträger.

Der PCK-Preis für naturwissenschaftliche Exzellenz ist mit 1200 Euro datiert. Er wird jährlich an vier Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufe der beiden Schulen vergeben.

PCK-Geschäftsführer Dr. Andreas Hungeling: „Mit der Einrichtung dieses Preises wollen wir exzellente naturwissenschaftliche Arbeit sowie gesellschaftliches Engagement in der gymnasialen Oberstufe beider Schulen fordern und fördern.“

Der Preis wird durch eine Jury vergeben, die sich aus jeweils zwei Vertretern der PCK Raffinerie GmbH, des Gauß-Gymnasiums und der Gesamtschule „Talsand“ zusammensetzt. Jede Schule kann der Jury bis zu vier Schüler des Abiturjahrgangs vorschlagen.

Die erste Preisverleihung  - für die Preisträger aus dem Gauß-Gymnasium - findet im Rahmen der Übergabe der Abiturzeugnisse am 18. Juni 2010 ab 15:00 Uhr in den Uckermärkischen Bühnen Schwedt/Oder statt. Die zweite Preisverleihung für die Preisträger aus der Talsandschule findet am 26. Juni um 17:00 Uhr an gleichem Ort statt.

Dienstag 18. Mai 2010

Mit sehr großer Freude und Spannung hat die PCK Raffinerie GmbH ihre Aufgabe als einer der Hauptsponsoren für den BRANDENBURGTAG 2010 in Schwedt/Oder übernommen. Gemeinsam mit unseren Partnern in den Wirtschaftsvereinigungen und der Stadt Schwedt werden wir unseren Gästen ein herzliches Willkommen bereiten.

Die PCK Raffinerie GmbH in Schwedt/Oder gehört zu den Top-Unternehmen in Brandenburg und gilt mit ihren ca. 1200 Mitarbeitern als DAS Vorzeigeunternehmen der Uckermark.

Die Raffinerie ist der drittgrößte Arbeitgeber im Land Brandenburg.

Im internationalen Raffinerie-Benchmarking ist die PCK seit Jahren führend.

Die PCK Raffinerie GmbH ist der Hauptversorger der Hauptstadt Deutschlands mit Kraftstoffen: Neun von zehn Autos in Berlin fahren mit Kraftstoffen aus der PCK Schwedt. Nahezu jedes Flugzeug, das von einem Berliner Flughafen startet, hat Schwedter Kerosin im Tank.

PCK profitiert von der strategisch günstigen Lage an der Erdölleitung „Drushba“, über die Deutschland zu 25 Prozent mit Rohöl versorgt wird. Nach drei Wochen erreicht das Rohöl über eine 5000 km lange Pipeline Schwedt. PCK kann sich aber auch über die Pipeline Rostock – Schwedt mit Rohöl versorgen.

Freitag 14. Mai 2010

Der Großstillstand „Start 10“ in der PCK Raffinerie GmbH ist abgeschlossen. Wichtige Verarbeitungsanlagen in der Raffinerie sind bereits in das Verarbeitungssystem eingebunden. So unter anderem die katalytische Spaltanlage (FCC), in der u. a. die Kuppel des Regenerators mit Zyklonen (sogenannte Staubabscheider) gewechselt und eine Kolonne sowie ein Behälter ausgetauscht wurden. Ebenso die Wasserstoffanlage H2B, in der ein umfangreiches Sanierungs- und Stabilisierungsprogramm pünktlich abgeschlossen wurde. Im Plan lagen auch die Arbeiten in der Schwefelerzeugungsanlage Claus 2, in der die Highlights der Ersatz des Clausofens und eines Abhitzekessels waren. Auch die Rohöldestillationsanlage 1 mit ihrer neuen Hauptkolonne, dem neuen Ofen und den leistungsfähigeren Rohölpumpen sowie einem neuen Prozessautomatisierungssystem hat erfolgreich ihren Betrieb aufgenommen. Die übrigen Anlagen gehen in den nächsten Tagen auf Produktion.

Kurz vor dem Abschluss der Inspektions- und Sanierungsarbeiten steht neben einigen Verarbeitungsanlagen noch der Block 1 des Kraftwerkes. Die wichtigsten Vorhaben sind hier der Wechsel der Verdampferrohre der Brennkammerrückwand und Vorbereitungen für das Einbinden eines neuen Stromerzeugers in den Kraftwerkverbund. Rund 76 Mill. Euro sind im Stillstand verbaut worden. Ein Großteil des Geldes floss in Aufträge an Dienstleistungsfirmen in der Region.

Diesen Großstillstand mit seinen knapp 50 000 Einzelmaßnahmen in der vorgegebenen Zeit und den Kosten zu realisieren, war eine großartige Leistung der 2500 Kontraktormitarbeiter und der PCK-Mannschaft. Die Sicherheitsphilosophie der PCK wurde auch bei den Dienstleistern sehr weitgehend gelebt. Auf allen Baustellen unterstützten Sicherheitsfachkräfte die Reparaturfirmen, ihre Arbeit sicherheitsgerecht durchzuführen.

Der Stillstand hat Schwedt und die Region gefordert, wenn auch nicht in dem Maße wie beim Großstillstand „007“ vor drei Jahren, als noch 1000 Dienstleister mehr in der PCK arbeiteten. Trotzdem waren Hotels und Pensionen für Wochen ausgebucht, die Cateringfirma Dussmann versorgte rund um die Uhr täglich rund 3000 Montagearbeiter, PCK-Mitarbeiter und Dienstleister.

Donnerstag 08. April 2010

17 von 36 Verarbeitungsanlagen gehen vom 6. April bis 15. Mai 2010 (inklusive der Außerbetriebnahme und Inbetriebnahme) in eine Revision. Drei weitere Anlagen werden für Reinigungsarbeiten abgestellt. Alle drei Jahre realisiert PCK einen solchen Großstillstand. Ähnlich wie beim TÜV eines Autos fordert der Gesetzgeber eine zyklische Überprüfung von Ausrüstungen in der PCK  zum Schutz der Mitarbeiter und der Umwelt. Zum Erhalt der Leistungsfähigkeit der Raffinerie sind außerdem Reinigungen, Katalysatorwechsel und Modifikationen von Anlagen notwendig.
Seit 2007 wird dieser Großstillstand unter dem Namen „Start 10“ von PCK-Mitarbeitern mit hohem Einsatz vorbereitet. Die Bewertung von Anlagenzuständen und die Erstellung von anlagenbezogenen Ablaufplanungen sowie die Beschaffung von Ausrüstungen haben drei Jahre Arbeit bedeutet. Jetzt steht die Umsetzung des Vorbereiteten an.
Die Gesellschafter der PCK-Raffinerie haben für die Überprüfungs- und Revisionsarbeiten, Instandhaltung und Projekte 76 Mill. Euro bereitgestellt, davon allein 50 Mill. Euro für die Instandhaltung und die Anlageninspektionen.

Zu den Anlagen, die in die Instandhaltung und Überprüfungen gehen, gehören

  • die Rohöldestillation 1
  • die katalytische Spaltanlage (FCC)
  • die thermische Spaltanlage (HSC)
  • mehrere Anlagen zur Kraftstofferzeugung und Produktentschwefelung
  • Gas- und Schwefelgewinnungsanlagen
  • der Block 1 des Kraftwerkes
  • die Wasserstofferzeugung
  • sowie Hilfs- und Nebenanlagen und Rückkühlwerke.



Damit steht ein Drittel der Rohölverarbeitungskapazität in der Raffinerie nicht zur Verfügung, ca. 350.000 t Rohöl können nicht verarbeitet werden. In der Raffinerie sind deshalb schon frühzeitig die Tanks mit Fertigprodukten und Komponenten befüllt worden.

In die Instandhaltung und die Überprüfungen gehen die ungeheure Anzahl von

370

Wärmeübertragern,

140

Luftkühlern

420

Behältern und Kolonnen, Öfen,

2200

Armaturen, Sicherheitsventilen und Regelventilen

40

Pumpen

60

Motoren

50

Lüftern und Verdichtern

Darüber hinaus stehen mindestens 1100 Ausrüstungsreinigungen an.

Eingetaktet sind ebenso 545 Inspektionen, die durch 76 Inspektoren und 10 TÜV-Sachverständige durchgeführt werden. In Summe sind 49.000 Einzelmaßnahmen im Reparaturplan erfasst.
Weitere Instandhaltungsschwerpunkte sind

  • der Wechsel der Kuppel mit den Zyklonen des Regenerators sowie der Austausch einer Kolonne und eines Behälters in der FCC-Anlage
  • die Modifizierung der atmosphärischen Kolonne in der Rohöldestillation 1
  • der Wechsel der Verdampferrohre der Brennkammerrückwand im Block 1 des Kraftwerkes
  • das Sanierungsprogramm in der Wasserstoffanlage H2B
  • der Ersatz des Clausofens und eines Abhitzekessels sowie von Wärmeübertragern in der Claus2-Anlage.


Neben der Instandhaltung werden mehrere Großprojekte abgeschlossen und in das Anlagenregime eingebunden. So beispielsweise

  • der Anschluss der Erdgasleitung an das Heizgas-Netz der Raffinerie
  • der Einsatz leistungsfähigerer Rohölpumpen und eines neuen Ofens für eine optimale Rohölverarbeitung alternativer Rohölsorten in der Rohöl 1
  • der Einsatz eines neuen Prozessautomatisierungssystems in der Rohöl1.


Die PCK wird mit den Stillstandsleistungen und den Projekten ihre Rohölverarbeitung weiter optimieren, dass sie neben einer hohen Verfügbarkeit und Leistungsfähigkeit ihrer Anlagen auch flexibler auf die Anforderungen des Marktes reagieren kann. Das ist ein wichtiger Schritt in Richtung verbesserter Wettbewerbsfähigkeit der PCK in einem enger werdenden Markt.

Im Groß-Stillstand „Start 10“ werden fast 70 Firmen mit 2500 Arbeitskräften einbezogen sein. Für die Sicherheit und Gesundheit aller Beteiligten hat PCK Sicherheitsziele formuliert und mit allen Firmen Managementmeetings durchgeführt, um den Vorbereitungsstand und die geforderte Sicherheitsperformance mit den Partnerfirmen abzustimmen. Auch im TÜV-Großstillstand „Start 10“ werden alle Mitarbeiter und beteiligten Reparaturkräfte als Zeichen ihrer Teilnahme an den Sicherheitsunterweisungen einen entsprechenden Aufkleber am Arbeitsschutzhelm tragen. Jeder Mitarbeiter hat eine Sicherheitsfibel erhalten, die die wichtigsten Verhaltens-, Sicherheits- und Qualitätshinweise enthält.

Zum Schutz der eingesetzten Mitarbeiter auf den Baustellen hat PCK an den Grenzen der Prozessanlagen Gaswarnsysteme installiert. Die aufgestellten Baucontainer haben splittergeschützte Fensterscheiben.

Wie auch in den vergangenen Jahren hat sich die Firma Dussmann Service auf die Versorgung der vielen Reparaturkräfte während des Groß-Stillstandes eingestellt. Versorgt wird über das Werkrestaurant, ein Versorgungszelt sowie mobile Versorgungsfahrzeuge.

Die PCK Raffinerie GmbH ist ein Unternehmen der Shell Deutschland Oil GmbH, der Ruhr Oel GmbH und der AET-Raffineriebeteiligungsgesellschaft mbH (TOTAL, Eni).

Donnerstag 04. März 2010

Eine neue Destillationskolonne für die Rohöldestillation 1 ist am 3. März im Hafen Schwedt eingetroffen. Gefertigt wurde sie in Kleve nahe der holländischen Grenze von der Firma Winkels & Co. KG. Die Kolonne hat eine Länge von knapp 40 Metern, ein Gewicht von 200 t und einen Durchmesser von 5 Metern. Damit gehört sie nicht zu den schwersten, wohl aber zu den größten Ausrüstungen, die bisher in der PCK aufgestellt wurden. Um den Transport zu erleichtern, wurde die Kolonne in zwei Teile geschnitten. Von Rotterdam aus ging es mit der MS „Coronel“ nach Stettin, wo die Kolonne bereits seit dem 26. Februar auf die Freigabe der Oder durch das polnische und deutsche Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) wartete.

Am 2. März wurde die PCK informiert, dass die Kolonne in Begleitung des Eisbrechers „Kienitz“ im Hafen einlaufen kann. Zusätzlich hat der Eisbrecher „Gartz“ im Schwedter Hafen die 30 Zentimeter dicke Eisschicht gebrochen. Am Abend des 3. März wurden die Kolonnenteile gehoben und in der Nacht zum Donnerstag in die PCK transportiert. Dort mussten sie über zwei Rohrbrücken gehoben werden, ehe sie am frühen Nachmittag ihren endgültigen Standort in der Rohöldestillation erreicht haben.

Donnerstag 21. Januar 2010

Wirtschaftliche Lage [TEST REDAKTIONSSYSTEM]

Die PCK kann mit einer Verarbeitung von 11,4 Millionen Tonnen im Jahr 2009 auf eine exzellente Rohölverarbeitungsmenge zurückblicken. In wesentlichen Kennziffern hat die Schwedter Raffinerie  nicht nur das Niveau gehalten, sondern sogar Rekordergebnisse erreicht! So konnte die Dieselproduktion gegenüber 2008 noch einmal um 20 kt auf 3,783 Mio t gesteigert werden. Auch beim Kerosin (337 kt) und beim Bitumen (354 kt) wurden die Vorjahresergebnisse getoppt. Durchgängig erreichte PCK eine sehr hohe Auslastung und Zuverlässigkeit ihrer Anlagen. Erstmalig wurde in Schwedt ganzjährig neben den Kraftstoffen auch schwefelfreies leichtes Heizöl (50 ppm Schwefel) produziert.

Diese Resultate sind noch beeindruckender, wenn man sich die Überkapazitäten in der Rohölverarbeitung in Westeuropa durch die sinkende Binnennachfrage nach Mineralölprodukten, den Wegfall von Exportmöglichkeiten in die USA und den zunehmenden Angebotsdruck durch osteuropäische und asiatische Raffinerien vor Augen führt. Für viele Raffinerien bedeutete das in 2009, dass die Rohölverarbeitung deutlich zurückgefahren wurde – nicht so bei PCK.

Allerdings drückten die Marktveränderungen und die Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise massiv auf die Wirtschaftlichkeit. Nach einem guten Start im Januar brach die Bruttomarge im  Mineralölmarkt dramatisch ein (siehe Grafik, Abstand zwischen Produkt- und Rohölpreisen) und führte im zweiten Halbjahr schließlich zu Nettoverlusten in der Schwedter Raffinerie.

Der Nominalumsatz der PCK Raffinerie GmbH (inklusive Mineralölsteuer) betrug ähnlich wie im vergangenen Jahr 2,1 Mrd. Euro; das EBITDA 81,7 Mill. (Vorjahr: 402,6 Mill. Euro).

Die deutsche Raffinerielandschaft befindet sich mit ihren Überkapazitäten in einem harten Verdrängungswettbewerb, den mittel- und langfristig nur die besten und wirtschaftlichsten Standorte überleben werden. Bis jetzt ist PCK im westeuropäischen Vergleich sehr gut aufgestellt, wie aus dem letzten internationalen Raffinerievergleich hervorgeht. Die Raffinerie steht jedoch unter einem enormen globalen Wettbewerbsdruck, dem sie sich stellen muss. Da ist auch das Engagement und die Solidarität der ganzen Region gefordert, um hier in der Uckermark bestmögliche Standortbedingungen zu schaffen.


Logistik

Der Kesselwagenunfall am Ostermontag in Stendell -  ausgelöst durch menschliches Versagen -  war eines der dramatischsten Ereignisse seit Bestehen der Raffinerie. Dank des hervorragenden Krisenmanagements ist niemand verletzt worden, und auch der Umweltschaden konnte lokal eng begrenzt werden. Die Sanierungsarbeiten an der Unfallstelle dauern noch an und werden voraussichtlich in 18 Monaten abgeschlossen sein.

Der Rest des Jahres verlief in der Logistik reibungslos. 2009 wurden 10,5 Mio. Tonnen Produkte ausgeliefert, davon allein 6,3 Mio. t über das Schienennetz (ca.60 % des Versandaufkommens). Für die Versorgung des Berliner Raums mit Kraftstoffen schickte die PCK 2,8 Mio. t (27 % des Logistikaufkommens) über Pipeline in das Tanklager Seefeld. 1,4 Mio t (13 %) erreichten die Kunden  per TKWs über die Straße.

Die Rohölversorgung war stabil. 11,33 Mill. t Rohöl kamen 2009 in Schwedt an, rund 90 Prozent davon über die Drushba (10,20 Mio. t – russisches Rohöl), weitere eine Mill. t russisches Rohöl (15 Schiffe) sowie 150000 t alternative Rohöle für Verarbeitungstests über den Hafen Rostock. Damit wurden rund 1,1 Mill. Tonnen Rohöl 2009 über den Hafen Rostock eingeliefert. Die geplante Optimierung des Rostock-Systems wird die Flexibilität bei der Rohölversorgung weiter erhöhen.

Durch die Krise in der chemischen Industrie war 2009 die Beherrschung der Schwefelsituation eine der großen Herausforderungen in der Raffinerie. Der Nachfrageeinbruch im Schwefelmarkt hatte zur Folge, dass zur Erhaltung einer stabilen Rohölverarbeitung eine zweite Verfestigungsanlage zur Erzeugung von Schwefelpellets errichtet und Schwefel zwischengelagert werden musste.

Der TÜV-Stillstand „Start 10“

Auf vollen Touren laufen in der PCK die Vorbereitungen für die Großabstellung „Start 2010“. Von Mitte April bis Mitte Mai 2010 steht in 17 Anlagen außer der turnusmäßigen TÜV-Überprüfung von Apparaten, Behältern und Armaturen auch die Realisierung von mehreren Projekten auf dem Programm. PCK und ihre Gesellschafter werden rund 76 Millionen Euro für Instandhaltungskosten und Projekte ausgeben. 50 Millionen Euro davon sind Instandhaltungskosten, also ein wesentlicher Teil der Leistungen, die von angesiedelten Firmen der Region erbracht werden. Insgesamt werden 2.500 Menschen hierher kommen, die auf die uckermärkische Gastfreundschaft und freundliche Unterstützung durch Hotellerie und Gastgewerbe vertrauen.

Zu den Highlights des Stillstandes gehören der Austausch einer atmosphärischen Kolonne in der Rohöldestillation 1. Allein die Einzelteile des 1200-Tonnen-Krans, der diese Kolonne heben wird, werden in 60 LKW-Ladungen in der Raffinerie angeliefert. Weitere Großprojekte sind der Austausch eines Claus-Ofens in einer Schwefelgewinnungsanlage, der Kuppelwechsel des Regenerators im katalytischen Cracker sowie eines Kolonnenkopfes in der Alkylierungsanlage. Eine weitere Kolonne in der FCC-Anlage zur Zerlegung von Flüssiggas ist bereits aufgestellt und wird nach dem Stillstand in das Verarbeitungssystem eingebunden. Alle diese Projekte dienen zur weiteren Erhöhung der Flexibilität, der Wirtschaftlichkeit und damit der Wettbewerbsfähigkeit und der PCK.

Personal


Neben der schwierigen Marktsituation stellt die demografische Entwicklung im und außerhalb des Unternehmens eine große Herausforderung für die PCK dar. Ab 2015 wird fast die Hälfte der Belegschaft das Unternehmen verlassen. Für einen reibungslosen Generationswechsel müssen heute schon die Voraussetzungen geschaffen werden. Die Steigerung und Weitergabe von Know-How stehen daher im Mittelpunkt des in 2009 begonnenen Qualifizierungsmanagementsystems.

Besonders bei der rückläufigen Zahl der Schulabgänger  muss es aber auch gelingen, junge Menschen für Naturwissenschaften und für eine Ausbildung in der Industrie zu begeistern  und die positiven Lebensperspektiven in der Region darzustellen.

2009 beschäftigte die PCK Raffinerie GmbH 1178 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unbefristet sowie 56 befristete Beschäftigte. In der Ausbildung befanden sich  119 junge Menschen für die  Berufe Chemikant/in (59), Chemielaborant/in (7), Industriemechaniker/in (19, davon 3 Bachelor), Elektroniker/in (21), Industriekaufmann/frau (9) und Bürokaufmann/frau (4). 2009 haben 37 Auszubildende ihre Ausbildung erfolgreich beendet, zwei von ihnen mit sehr guten Ergebnissen. Zum 1. September wurden 32 Auszubildende eingestellt, davon zwei Bachelor of Engineering (Maschinenbau), die neben dem Studium auch eine Ausbildung absolvieren werden.

Ausblick


Mit den schwierigen Marktbedingungen und dem bevorstehenden Generationswechsel hat die PCK große Aufgaben zu meistern. Neben der Großabstellung „Start 2010“ wird die Arbeit an diesen Themen 2010 im Mittelpunkt stehen.

Dienstag 12. Januar 2010

Unter diesem Titel veranstaltete die DGMK-Bezirksgruppe Berlin-Brandenburg (DGMK – Deutsche Gesellschaft für Mineralöl und Kohle) am 12. Januar eine Fachkonferenz zum Thema innovative Ansätze bei Biokraftstoffen. Tagungsort ist die PCK Raffinerie GmbH. Angemeldet haben sich 80 Kraftstoffexperten aus ganz Deutschland und Österreich.

Der Sprecher der PCK-Geschäftsführung Dr. Klaus Niemann freute sich, kompetente Referenten begrüßen zu können: Michael Raue, Geschäftsführer der Bayernoil Neustadt berichtete über den Versuch, Pflanzenöl gemeinsam mit Wasserstoff zu raffinieren. Seine Ergebnisse zur Verfügbarkeit der europäischen Biomasse präsentierte Prof. Hans-Peter Piorr von der Fachhochschule Eberswalde und Beate Richter von der Uni Rostock widmete sich dem Thema der Lagerstabilität von Biokraftstoffen.

Die Themen der Fachkonferenz umfassten eine große Bandbreite der alternativen Energieressourcen. Auf dem Programm standen beispielsweise auch Themen wie die Produktion von Biokohle, Bioenergie aus Mikroalgen und die Verbesserung der Wirtschaftlichkeit einer Bioethanolanlage durch die Integration einer Biogasanlage.

Europäische und deutsche Gesetze fordern bis 2020 eine Senkung der Treibhausgase um 20 Prozent und einen Anstieg der erneuerbaren Energien am Bruttoenergieverbrauch auf 20 Prozent. Im Verkehrssektor sollen mindestens zehn Prozent durch erneuerbare Energien gedeckt werden. Zum Vergleich: 2008 erreichte Deutschland einen Anteil von 5,8 Prozent bei der Bereitstellung und dem Einsatz von erneuerbaren Energien auf dem Verkehrssektor. Das bedeutet – bis 2020 ist noch viel zu tun.

Die PCK stellte mit dieser Tagung wieder einmal ihre Kompetenz und ihr Engagement für zukunftsfähige Biokraftstoff-Technologien unter Beweis.

Montag 23. November 2009

500 Besucher, viele Schülerinnen und Schüler der 9. und 10. Klasse, kamen am vergangenen Freitag mit ihren Eltern oder ihren Freunden zur Nacht der Ausbildung. Sie folgten der Einladung der PCK, um sich in aller Ruhe nach Feierabend über die Möglichkeiten der Berufsausbildung im Spitzenunternehmen der Uckermark zu informieren und bei einer Rundfahrt das einmalige Lichtermeer der Anlagen zu sehen.

In den Fachkabinetten standen neben den Ausbildern die PCK-Azubis als Gesprächspartner für die 14- bis 18-jährigen bereit. Überhaupt waren es die PCK-Azubis, die einen großen Teil des Programms übernahmen. Sie waren auch Reiseleiter bei den 6 Busrundfahrten und erklärten sehr professionell und verständlich die Verarbeitungsanlagen der Raffinerie.

Manche der Besucher hatten sogar einen längeren Anfahrtsweg: Sie kamen zum Beispiel aus Eberswalde, Templin, Bad Freienwalde, Angermünde oder Prenzlau. "Es ist ganz toll, dass PCK dieses Angebot gemacht hat", sagten Ines und Torsten Schröder aus Prenzlau. Deren Sohn Stefan will es seinem Bruder Martin gleich machen und auch eine Ausbildung in der PCK beginnen. Martin ist Chemikant bei PCK im 3. Lehrjahr.

"Es war ein gelungener Abend." Da war sich Ausbildungsleiter Werner Lehmann ganz sicher. "Soviel ehrliches Interesse, unsere Gesprächsforen waren immer gut besucht - selbst abends um halb acht - die Besucher nahmen sich Zeit für Fragen... Ich bin voll zufrieden und sehr froh, dass unser Angebot angenommen wurde. Ich glaube, wir sind heute Abend sehr vielen jungen Menschen begegnet, die bald ihre Zukunft in der PCK haben werden."
Zur guten Stimmung des Abends passte auch die musikalische Darbietung der Schwedter Jugendband „e.n.d.“ („einfach nur da“).

Auch PCK-Geschäftsführer Dr. Klaus Niemann war überaus zufrieden: "Ich freue mich sehr, dass so viele junge Menschen mit ihren Eltern und Freunden unsere Einladung angenommen haben. Jetzt hoffen wir natürlich, dass möglichst viele von ihnen sich auch bei der PCK um einen Ausbildungsplatz bewerben werden."

Freitag 13. November 2009

Immer häufiger kommen in der PCK kleinere und größere Ausrüstungen für den bevorstehenden Großstillstand im April/Mai 2010 an. Am 06.11.2009 wurde auf dem FCC-Areal der PCK Raffinerie eine neue Flüssiggaskolonne aufgestellt. Die 42 Meter hohe und ca. 170 Tonnen schwere Kolonne wurde von der Firma F. A. Neumann Anlagentechnik in Eschweiler gefertigt, in Krefeld zusammengeschweißt und von dort nach Schwedt verschifft. Ihr Weg führte über die Verbindungskanäle des Rheins zum Mittellandkanal und von dort über die Kanäle Elbe-Havel und Havel-Oder über das Schiffshebewerk und die Hohensaaten-Friedrichsthaler Wasserstraße zum Schwedter Hafen. Das Aufstellen der Kolonne lag in den Händen der erfahrenen Firma Mammoet.

In die Vorbereitungsarbeiten waren mehrere ansässige Schwedter Firmen eingebunden. So u. a. Krüger & Soyke, Brandt, Cegelec, Schreck-Mieves, Neumann & Seebach und IPSC. Die Planung und Bauüberwachung lag in den Händen von EDL Anlagenbau Leipzig. Die Vorbereitungsarbeiten waren besonders aufwändig, weil unter der sehr begrenzten Aufstellfläche im FCC viele Versorgungsleitungen und Elektrokabel verlaufen, die vor dem enormen Flächendruck des Kranes zu schützen waren. Die neue Flüssiggaskolonne wird während des TÜV-Stillstandes "Start 2010" in das FCC-System eingebunden.

Freitag 16. Oktober 2009

Sieben PCK-Auszubildende machten sich am 13. Oktober auf den Weg nach Potsdam in die Staatskanzlei zu Ministerpräsident Matthias Platzeck. Im Gepäck hatten sie zwei Dominosteine. Denn 2009 jähren sich die Friedliche Revolution und der Fall der Mauer zum 20. Mal. Aus Anlass des Jubiläums wurde die Dominoaktion mit dem Aufruf "SEI DABEI! Mach Geschichte mit Dominoeffekt" gestartet.

Der Ministerpräsident persönlich bat die PCK-Azubis, ihm den Brandenburg-Dominostein zu gestalten, ein zweiter Auftrag für einen weiteren Dominostein kam von der PCK. Die PCK-Auszubildenden Anika Gesch, Benjamin Krüger, Cathleen Tschuppik, Karl Kuchenbäcker, Gina Abitz, Thomas Gaschler und Dominique Thiedig gestalteten die zwei 2,50 Meter x 1 Meter großen Dominosteine mit einer erstaunlichen emotionalen Ausdrucksstärke. So sah das auch Brandenburgs Landesoberhaupt: „Eine Liebeserklärung an Berlin – das ist schon in Ordnung.“ Ministerpräsident Matthias Platzeck war sichtlich überrascht von der politischen und künstlerischen Aussage des Brandenburg-Dominosteins. „Wir sehen uns am 9. November in Berlin“, rief er den PCK-Azubis beim Abschied zu.

Noch am Vormittag des gleichen Tages wurden die Azubis von PCK-Geschäftsführer Dr. Klaus Niemann verabschiedet. "In den 20 Jahren nach dem Mauerfall hat sich die PCK von einem Vorzeigekombinat zu einer Spitzenraffinerie in ganz Europa gemausert. Hier ist eine unglaubliche Entwicklung von statten gegangen", sagte Dr. Klaus Niemann vor der Abreise der Azubis bei einem Pressetermin. "Die PCK-Mannschaft hat schnell gelernt, nach den Prinzipien von Marktwirtschaft und Demokratie zu arbeiten."

 

Samstag 12. September 2009

Die Aufregung steht den Kindern ins Gesicht geschrieben. Heute haben die 32 besten Brandenburger Jungforscher die Ehrung für ihre Teilnahme am Wettbewerb Chemkids erhalten. Für die Preisverleihung sind sie extra mit ihren Eltern und Geschwistern nach Schwedt gekommen. Ausgerichtet wird die Veranstaltung von der PCK Raffinerie GmbH aus Schwedt.

Nun kommt der große Moment für die Schülerinnen und Schüler! Marianne Karohs, Landesverantwortliche für Brandenburg und Chemielehrerin überreicht mit PCK-Geschäftsführer Dr. Andreas Hungeling Bücher und Sachpreise. Zehn Kinder erhalten als Hauptpreis ein dreitägiges Schülerpraktikum im Oktober an der Fachhochschule Merseburg. Zwei „Chemkids“ werden zusätzlich durch den Förderverein Chemie-Olympiade e.V. für vier Tage an die Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz eingeladen.

Der Schülerwettbewerb Chemkids wurde im Jahr 2003 von der NORDOSTCHEMIE mit engagierten Chemielehrern zunächst in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt initiiert. Schon zwei Jahre später kamen die Bundesländer Berlin und Brandenburg hinzu und ab dem nächsten Schuljahr ist Mecklenburg-Vorpommern ebenfalls dabei. In jedem Jahr können sich Schülerinnen und Schüler der 5.-8. Klassen an zwei Wettbewerbsrunden beteiligen. Ziel ist die Experimentierfreude der Kinder zu wecken, die noch keinen Chemieunterricht haben. Und mit Entdeckerfreude haben sie sich an die Lösung der Aufgaben des Chemkids-Wettbewerbes herangemacht und beeindruckende Ergebnisse eingereicht.

Zu den zwei Runden des Wettbewerbes gab es im vergangenen Jahr insgesamt 321 gewertete Einsendungen von Schülerinnen und Schülern aus Brandenburg. Das höchste Prädikat „sehr erfolgreich teilgenommen“ haben 45 Arbeiten erhalten. Insgesamt haben sich in den Bundesländern Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen mehr als 2.000 Kinder beteiligt.

Donnerstag 10. September 2009

Die Gesellschafter der Mineralölverbundleitung GmbH Schwedt haben zum 01.09.2009 Herrn Frank Biel  zum neuen Geschäftsführer der MVL GmbH Schwedt  bestellt.

Frank Biel ist seit 20 Jahren in der Mineralölbranche tätig, wo er unterschiedliche Verantwortungen - auch im Ausland - wahrnahm. Zuletzt war Frank Biel für das Kartengeschäft der TOTAL Deutschland GmbH verantwortlich
MVL-Geschäftsführer und Konsortialausschuss-Vorsitzender Herr Dr. Andreas Hungeling freut sich auf eine intensive Zusammenarbeit.

Die MVL ist eine der größten Pipelinegesellschaften in Deutschland und sichert die Rohölversorgung der PCK Raffinerie GmbH in Schwedt  und der Total Raffinerie
GmbH in Spergau.

Der bisherige Geschäftsführer der MVL Herr Peter-Paul Strauß wird am 1. Oktober 2009 seinen wohlverdienten Ruhestand antreten. Anlässlich seiner feierlichen Verabschiedung am 10. September 2009 in der PCK Raffinerie Schwedt dankte ihm der Geschäftsführer der TOTAL Deutschland GmbH Michel Mallet für sein Engagement und seine Zuverlässigkeit. Als Geschäftsführer eines der größten Pipelineunternehmen Deutschlands war seine Mannschaft dafür verantwortlich, dass zwei der modernsten Raffinerien Deutschlands pünktlich mit Rohöl versorgt werden. Die MVL sei während seiner gesamten Geschäftsführerzeit ein zuverlässiger Partner der Raffinerien in Spergau und in Schwedt gewesen. Die MVL habe mit der Versorgung über die Pipeline „Freundschaft“ eine wichtige strategische Aufgabe zu lösen, sagte Mallet. Schließlich fließen über diese Leitung ca. ein Fünftel der Rohölversorgung der gesamten Bundesrepublik.

Montag 07. September 2009

Das 3. ABC-Abwehrbatallion aus Höxter war am Samstag mit modernstem Gerät und 50 Soldaten in die PCK Raffinerie GmbH eingerückt: zu Übungszwecken. Das Szenario: Nach einer Explosion sind zwei Fahrzeuge der PCK-Werkfeuerwehr mit gefährlichen Substanzen in Berührung gekommen. Außerdem wurde ein Behälter mit einer unbekannten Flüssigkeit gefunden.

Ein nicht unüblicher Übungsfall für die Soldaten des ABC-Batallions, erklärt Frau Oberleutnant Sandra Denzel, unter deren Befehl die Soldaten stehen. Ihr Batallion hat in Auslandseinsätzen beispielsweise im Kosovo die Aufgabe, dafür zu sorgen, dass deutsche Soldaten in unbelastetem Gebiet arbeiten können. Nicht immer gelten in anderen Ländern die gleichen hohen Umweltanforderungen wie in Deutschland.

Nach der Aufklärung, um welchen gefährlichen Stoff es sich handelt, richten die Soldaten Entgiftungsplätze ein: sowohl für Material – gemeint sind Fahrzeuge und eingesetztes Gerät – als auch für Personen. „Wir sind hier mit sehr viel Know how, was Chemie, Physik und Biologie betrifft“, erklärt Oberleutnant Denzel. Das ABC-Batallion hat nicht nur die neueste Version des Spürpanzers Fuchs mitgebracht, auch ein neuer Dekontaminations(entgiftungs)container inklusive Dusche und eine Hightech-Waschmaschine wurden ausprobiert.

„Für uns ist diese Übung eine gute Mischung zwischen Ausbildung und Training der Fähigkeiten. Das Raffineriegelände eignet sich sehr gut und wir haben gute Unterstützung durch die PCK-Werkfeuerwehr und das Labor.“

Donnerstag 20. August 2009

Die erste Stahlplatte für den neuen TOP-Ofen in der Rohöldestillation 1 wurde gestern gesetzt. In der Mittagszeit schwebte an einem Kran hängend das erste Bodensegment auf das bereits stehende Fundament. Die Firma Stahlbau Calbe (Saale) fertigt und montiert alle Stahlbauelemente dieses Ofens. Während die ersten Stahlplatten nun schon auf dem Fundament liegen, werden Sondertransporte mit Überbreite in den kommenden 14 Tagen die weiteren Platten über die 320 km lange Strecke von Calbe nach Schwedt/Oder auf der Baustelle anliefern. Diese Transporte werden nachts von Spezialfirmen geführt und von der Polizei gesichert.

Mit dem neuen Ofen sichert die PCK langfristig eine hohe Anlagenverfügbarkeit in der Rohöldestillationsanlage 1 und erhöht die Flexibilität beim Brennstoffeinsatz, um auch zukünftig den Anforderungen des Emissionsschutzes gewachsen zu sein. Erstmals wird neben Raffineriegas auch umweltfreundliches Erdgas als Brennstoff in einem Rohölofen eingesetzt werden können. Gleichzeitig schafft dieser Ofen Voraussetzungen für eine verbesserte Dieselkraftstoffausbeute und ermöglicht den Einsatz alternativer Rohölsorten. Die Betreiber erwarten von dem neuen Ofen eine höhere Zuverlässigkeit und eine optimale Rohölverarbeitung mit exakteren Trennschärfen.

Der neue Ofen wird neben den beiden alten Öfen errichtet und soll im Anschluss an den Großstillstand „Start 2010“ im Mai kommenden Jahres zusammen mit der Gesamtanlage in Betrieb gehen.

Montag 03. August 2009

„Das Praxislernen bei der PCK hat mir geholfen meinen Beruf zu finden“, begeisterte sich Nico Kutzner. Achtzehn Schüler und Schülerinnen der Schwedter Talsandschule haben sich im vergangenen Schuljahr in der PCK- Ausbildung mit den Ausbildungsberufen Chemikant, Industriemechaniker, Bürokauffrau, Chemielaborant und Elektroniker für Automatisierungstechnik bekannt gemacht. Betreut wurden sie in den Fachkabinetten der PCK von den Auszubildenden.
Praxislernen ist eine Initiative im Land Brandenburg, die Schülern der neunten Klasse einen Einblick in das Berufsleben geben soll.  Seit drei Jahren pflegt die PCK Raffinerie GmbH mit der Schwedter Talsandschule dazu einen Kooperationsvertrag.
Acht Mal besuchten die Talsandschüler im vergangenen Schuljahr die PCK-Ausbildung. „Wir haben Ventile auseinander genommen und gewechselt, Schaltkreise aufgebaut, in der Metallwerkstatt gesägt und gebohrt. Schön war, dass wir mit den Azubis gemeinsam arbeiten konnten. Sie haben uns vieles nicht nur gezeigt, sondern wir konnten das Meiste selber machen.“ Auch für Christopher Riemer war das Praxislernen eine wichtige Erfahrung.
Erfreulich: Am begehrtesten war der Beruf Chemikant. Deshalb steht es schon für einige fest, dass sie sich nach dem Abschluss der 10. Klasse in der PCK um eine Berufsausbildung als Chemikant bewerben werden.

Donnerstag 02. Juli 2009

Das werden der Arbeitskreis Nord der IHK Ostbrandenburg, das Brandenburger Verkehrsministerium sowie die Wasser- und Schifffahrtsdirektion Ost nach einer gemeinsamen Beratung in Schwedt am 2. Juli mitteilen. Die Hohensaaten-Friedrichsthaler-Wasserstraße soll zwischen Schwedt und der Einmündung in die Westoder auf 55 Meter verbreitert und auf 4,5 Meter vertieft werden. Außerdem will Polen die Klützer Querfahrt vertiefen. Nach dem Ausbau könnten Küstenmotorschiffe zwischen dem Industriestandort Schwedt und der Ostsee bis zur Nordsee verkehren. Die IHK Ostbrandenburg und das Land Brandenburg haben sich mehrfach für eine direkte Ostseeanbindung des Hafens Schwedt ohne Zwischenumschlag der Waren eingesetzt. Vom Projekt würden besonders die Papierindustrie, Logistikunternehmen und die Biochemie in der strukturschwachen Uckermark profitieren. Für das Vorhaben hat das Wasser- und Schifffahrtsamt Eberswalde die Planungen aufgenommen.

Der Ausbau der Hohensaaten-Friedrichsthaler-Wasserstraße ist Bestandteil des Bundesverkehrswegesplanes 2003. Das dafür nötige Planfeststellungsverfahren wurde jedoch 2005 vorläufig beendet. Inzwischen haben sich Deutschland und Polen in einem gemeinsamen Thesenpapier über die Eckpunkte des Ausbaus verständigt.
Die IHK Ostbrandenburg ist die größte Interessenvertretung der Wirtschaft zwischen Schwedt und Eisenhüttenstadt, zwischen Berlin und der Oder.

Donnerstag 23. April 2009

Die PCK Raffinerie GmbH in Schwedt/Oder begeisterte am 23. April 2009 rund 300 Mädchen und Jungen zum Zukunftstag. Sieben Gesamt-, Grundschulen und Gymnasien mit 250 Schülerinnen und Schülern aus Bernau, Prenzlau, Löcknitz, Angermünde und Schwedt hatten sich in der PCK-Ausbildungsabteilung vorsorglich angemeldet. Viele Schüler kamen auch mit ihren Eltern und Geschwistern.

Die jungen Besucher konnten den ganzen Tag über die Welt der PCK entdecken. Beispielsweise bei einer Rundfahrt durch die Raffinerie, bei einem Rundgang durch das PCK-Labor, das mit modernsten Prüf- und Analysengeräten ausgestattet ist. Vor allem aber interessierten sich die Mädchen und Jungen für die Ausbildungsmöglichkeiten: „Ist die PCK das Unternehmen, in dem ich meine Ausbildung machen möchte? Ist bei dem Ausbildungsangebot mein Traumberuf dabei?"

Wie funktioniert eine automatische Steuerung? Wie wird Metall von Hand oder maschinell bearbeitet? Wie erkennt man die chemische Zusammensetzung von Stoffen? Fragen, auf die sich die PCK-Lehrlinge schon seit Wochen vorbereitet hatten.

PCK stellte beim Zukunftstag die Ausbildungsberufe Chemikant/in, Elektroniker/in für Automatisierungstechnik, Industriemechaniker/in, Bürokaufmann/frau, Laborant/in vor. Die Ausbildung bei PCK genießt einen exzellenten Ruf und bietet eine ausgezeichnete Grundlage für die berufliche Karriere. PCK realisiert ihre Ausbildung mit Partnern aus Betrieben und Bildungsträgern der Region in einem Ausbildungsverbund.

Die PCK Raffinerie GmbH Schwedt/Oder gehört zu den wirtschaftlich bedeutendsten Unternehmen Brandenburgs. Sie versorgt den Großraum Berlin und Brandenburg zu 95 Prozent mit Kraftstoffen und anderen Mineralölprodukten wie Heizöl und Bitumen. Dabei sind wirtschaftlicher Erfolg, Sicherheit, Gesundheit der Mitarbeiter und Umweltschutz gleichrangige Unternehmensziele.

PCK ist ein Unternehmen der weltweit agierenden Mineralölgesellschaften BP, PdVSA, Shell, Agip und Total.

Kontakt:

Vica Fajnor
Tel.: 03332-465620
v.fajnor@pck.de

Roswitha Flöter
Tel.: 03332-465400
r.floeter@pck.de

Mittwoch 22. April 2009

PCK-interne Analysen haben ergeben, dass am havarierten, ausgelaufenen Kesselwagen die mechanische Feststellbremse nicht vollständig angezogen war. Am 13. April 2009 waren gegen 20:30 Uhr zwei Kesselwagen an der Brücke Stendell entgleist, nachdem ein aus 24 Kesselwagen bestehender Zug plötzlich vom PCK-Betriebsbahnhof Stendell losrollte.

Wie es dazu kam, dass die 24 Kesselwagen ungebremst auf dem Gleis standen, ist nach Stand den gegenwärtigen Analysen noch nicht geklärt. PCK arbeitet weiter an der lückenlosen Aufklärung der Unfallursache und kooperiert dabei sehr eng mit den Ermittlungsbehörden.

Mittwoch 15. April 2009

Der Niederlassungsleiter der Fachfirma FUGRO-HGN Brandenburg Peter Schult, der die hydrogeologischen Untersuchungen am Unglücksort leitet, bestätigte heute Nachmittag, dass das Grundwasser in Stendell nicht gefährdet ist.

Die freiwilligen örtlichen Feuerwehren und die PCK-Werkfeuerwehr haben sofort, nachdem die beiden Kesselwagen verunfallt waren, Sperren auf den Gräben aufgebaut. Unmittelbar nach dem Unfall wurde mit dem Abpumpen des Benzins aus den Gräben begonnen. Diesen Schutzmaßnahmen ist es zu verdanken, dass Welse und Nationalpark unbeschadet geblieben sind.

Bis jetzt wurden 60 000 Liter des Benzins aufgefangen und abgepumpt. Das sind mehr als drei Viertel der ausgelaufenen Menge.

Zwei Kontrollpegel in unmittelbarer Nähe der Havariestelle zeigten keine Verunreinigung des Grundwassers.

Benzin ist an keiner Stelle weiter als fünfzig Zentimeter tief in das Erdreich eingesickert. An beiden Seiten des Gleises werden deshalb Drainagen gelegt, um das restliche Benzin aus dem Boden zu sammeln und abzupumpen.

Auf den naheliegenden Gräben wurden 17 Probeentnahmestellen errichtet, um die Wasserqualität ständig zu überwachen. Diese Proben werden von dem akkreditierten Labor WISA in Schwedt/Oder regelmäßig analysiert.

Peter Schult rechnet damit, dass die Sanierungsmaßnahmen in einigen Monaten beendet werden können.

Die PCK-Geschäftsführung geht davon aus, dass die technischen Untersuchungen zur Unfallursache in Kürze abgeschlossen sein werden.

Dienstag 14. April 2009

Die PCK Raffinerie GmbH hat um 18:10 Uhr wieder freie Fahrt gegeben für das Stendell-Gleis. Die beiden entgleisten Kesselwagen sind noch am Nachmittag mit Hilfe eines 300-Tonnen-Krans geborgen worden und befinden sich nun im Bahnhof Stendell.

Die Eisenbahnverkehrsunternehmen wurden sofort darüber in Kenntnis gesetzt, dass das Gleis wieder befahrbar ist. Noch in den frühen Abendstunden wird der erste Güterzug, befüllt mit Kraftstoffen, die Großtankläger anfahren.

Die hydrogeologischen Untersuchungen sowie die Untersuchungen zum Unfallhergang dauern noch an. Die Bürger des Ortsteiles Stendell wurden darauf hingewiesen, dass sie ihre Hausbrunnen bis auf Weiteres nicht benutzen sollten.

Die PCK Raffinerie GmbH Schwedt/Oder hat bei der Bewältigung der Unfallschäden große Hilfe von den örtlichen Einsatzkräften, ihren Dienstleistern, den Verwaltungen und Behörden erfahren. Der besondere Dank geht aber an die Einwohner des Ortsteiles Stendell, die auf die Anweisungen der Sicherungskräfte schnell reagierten und sehr besonnen mit der Situation umgingen.

Dienstag 14. April 2009

Die Untersuchungen zum Unfallhergang dauern noch an. Nach bisherigem Erkenntnisstand hat sich ein Zug mit 24 Kesselwagen, befüllt mit Benzin und Dieselkraftstoff, selbstständig in Richtung Stendell in Bewegung gesetzt. Dabei sind zwei Kesselwagen mit Benzin entgleist.

 Die PCK Raffinerie GmbH hat Fachfirmen beauftragt, um den Schaden aufzunehmen und die Bergung der verunfallten Kesselwagen vorzubereiten. Ebenso hat sie eine Fachfirma beauftragt, hydrogeologische Untersuchungen vorzunehmen, um das Ausmaß des Schadens festzustellen. Noch in den Morgenstunden wurden alle Einwohner von Stendell informiert, dass sie das Wasser aus ihren Hausbrunnen nicht verwenden sollen.

Personen sind nicht zu Schaden gekommen. Die PCK Raffinerie GmbH arbeitet bei der Aufklärung des Unfallhergangs und bei der Beseitigung der Schäden mit den Behörden und Verwaltungen des Landes, der Uckermark und der Stadt Schwedt eng zusammen.

Dienstag 14. April 2009

Am Montag, dem 13. April 2009, um 20:25 Uhr sind zwei Kesselwagen in Stendell an der Brücke vor der L 273 entgleist. Ein Kesselwagen ist bei diesem Unfall beschädigt worden. Dabei sind 60 Tonnen Ottokraftstoff ausgelaufen. Die Werkeinsatzleitung der PCK wurde einberufen.

Aus Sicherheitsgründen hatte die örtliche Einsatzleitung die benachbarten Häuser evakuiert.

Die Evakuierung konnte inzwischen bis auf ein Gebäude wieder aufgehoben werden, ebenso wurden alle öffentlichen Straßensperrungen wieder aufgehoben.  Es wurden Maßnahmen eingeleitet, um eine Ausbreitung des Ottokraftstoffes in die Welse zu verhindern. Die Havariestelle wird dauerhaft von der Feuerwehr beschäumt und gesichert, bis die Unfallstelle beräumt werden kann.

Die Werkeinsatzleitung hat sich um 01:20 aufgelöst, die technische Einsatzleitung bleibt bis auf Weiteres vor Ort. Die Analyse zur Ursachenermittlung hat bereits begonnen.

Dienstag 14. April 2009

Am Montag, dem 13. April 2009, um 20:25 Uhr sind zwei Kesselwagen in Stendell vor der L 273 entgleist. Ein Kesselwagen ist bei diesem Unfall beschädigt worden. Dabei sind 60 Tonnen Ottokraftstoff ausgelaufen.

Aus Sicherheitsgründen hat die örtliche Einsatzleitung die benachbarten Häuser evakuiert. Die PCK-Einsatzkräfte und öffentliche Einsatzkräfte sind vor Ort.

Personen sind bei diesem Unfall nicht zu Schaden gekommen.

Die Werkeinsatzleitung der PCK wurde einberufen.

Mittwoch 28. Januar 2009

2008 – nach holprigem Start ein gutes Jahr

Die PCK Raffinerie GmbH kann mit 11,3 Millionen Tonnen ihre dritthöchste Rohölverarbeitung seit Bestehen der Raffinerie vermelden: Die Spitzenverarbeitungsjahre waren 2005 (11,5 Mill. t) und 2006 (11,7 Mill. t). Zwei längere Anlagenausfälle Anfang des Jahres zerschlugen frühzeitig die Hoffnung, im Jahr 2008 an der 12-Millionen-Tonnen-Verarbeitungsmarke zu kratzen. Der Ausfall der Hauptkolonne in der katalytischen Spaltanlage im Februar und einer Wasserstoffanlage im ersten Halbjahr zwangen dazu, die Verarbeitungshöhe in diesen Monaten zu senken.

Der Nominalumsatz der PCK Raffinerie GmbH betrug in 2008 2,23 Mrd. Euro.

Die Raffinerie GmbH Schwedt/Oder vergab im Jahr 2008 über ein Drittel ihrer Aufträge an Unternehmen aus Schwedt/Oder. 43 Prozent der in Auftrag gegebenen Dienstleistungen realisierten uckermärkische Firmen bei einem Auftragswert von 67 Mill. Euro.

Die Verarbeitung

Im Jahr 2008 erzeugten die Verarbeitungsanlagen der PCK mit rund 4 Mill. t die größte Menge an Dieselkraftstoff ihrer Geschichte (2006 = 3,67 Mill. t). Ebenso belieferte die Raffinerie mit 433 000 t die bisher größte Menge an Flugturbinenkraftstoff an die Flughäfen in Berlin (2006 = 421 000 t).

Erfreulich entwickelte sich auch die Abnahme von Straßenbitumen gegenüber 2006 um zehn Prozent.

PCK bereitete sich 2008 darauf vor, eine schwefelarme Heizölqualität von weniger als 50 ppm Schwefel herstellen zu können. Dazu wurde im Herbst eine Entschwefelungsanlage für eine höhere Leistung umgebaut. Ebenso wurden die Lager und Logistik-Systeme der PCK auf die neue Qualität umgestellt.

Auch im Jahr 2008 arbeitete die Schwedter Raffinerie weiter an ihrer Biokompetenz und erhöhte den Einsatz von Bioethanol im Fahrbenzin in Summe auf 168 000 t (eine Steigerung auf 141 Prozent gegenüber 2007). In den Dieselkraftstoff mischte die Raffinerie fast 180000 t Rapsmethylester zu, das ist eine Steigerung gegenüber 2007 auf 134 Prozent.

Der Versand

2008 versendete PCK zehn Mill. Tonnen Produkt in den Markt. Rund 5,6 Mill. Tonnen verließen das Werk über die Schiene, 2,9 Mill. Tonnen (29 %) – das ist identisch mit dem Vorjahresergebnis – pumpte die PCK-Raffinerie zur Versorgung des Großraums Berlin nach Seefeld und 1,5 Mill. Tonnen (15 %) erreichten den Verbraucher per Tankkraftwagen. Der Export nach Polen stabilisierte sich auch 2008 – rund eine Millionen Tonnen Produkt gingen in das Nachbarland.

Um ihre Versorgungssicherheit mit Rohöl zu verbessern, nutzte die Raffinerie ihre Direktleitung zum Rostocker Hafen und transportierte erstmals seit längerer Zeit wieder größere Mengen Rohöl (1,8 Mill. Tonnen – das sind 16 Prozent der Rohölbeschaffung) über diesen Weg nach Schwedt. 22 Schiffe brachten das Rohöl nach Rostock. Neben der in der PCK traditionell verarbeiteten russischen Rohölsorte REB wurden auch zwei andere Rohölsorten (MESA 30 und Iranien Heavy) erfolgreich verarbeitet. Die größte Rohölmenge (9,3 Mill. Tonnen) kam aber über die Pipeline „Drushba“, die nach wie vor die wichtigste Versorgungsquelle der Schwedter Raffinerie ist.

Der Blick nach vorn – der nächste TÜV

Nach dem Stillstand ist vor dem Stillstand. Getreu diesem Motto begannen die Instandhalter der PCK schon 2008 intensiv mit den Vorbereitungen für den TÜV-Stillstand im April/Mai 2010. Im Vorjahr absolvierten PCK und TÜV fast die Hälfte des Rohrleitungsprüfprogramms. Der TÜV-Stillstand wird auch dazu genutzt, wichtige Investitionen zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit der Raffinerie in das Verarbeitungssystem einzubinden. Hier handelt es sich u. a. um Vorhaben zur Senkung des Anfalls an schwerem Heizöl und um Vorhaben für eine bessere Ausbeute an Mitteldestillaten.

Personal

Die PCK Raffinerie GmbH beschäftigte 2008 1178 unbefristete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter; dazu kommen 56 befristete Beschäftigte und 125 Auszubildende in den Berufen Chemikant/in (52), Chemielaborant/in (13), Industriemechaniker/in (26), Elektroniker/in für Betriebstechnik (6), Elektroniker für Automatisierungstechnik (15), Industriekaufleute (5) und Bürokaufleute (8). 40 Auszubildende haben ihre Lehre im Jahr 2008 erfolgreich beendet, davon drei junge Facharbeiter (ein Chemikant und zwei Chemielaboranten) mit sehr guten Ergebnissen.  Die PCK Raffinerie GmbH stellte am 1. September 2008 30 neue Auszubildende ein.

Innerhalb des Ausbildungsverbundes nutzten 52 Lehrlinge von Fremdbetrieben die Fachkabinette der PCK-Ausbildung für Spezialkurse, während 55 PCK-Auszubildende bei Kooperationspartnern wie KSB, Furmanite, Regelmatic ihr Praxiswissen erweiterten.

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