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05. Dezember 2016

Absinth - Mythos oder Wahrheit?

Was war nun dran an der Geschichte vom Absinth? Prof. Klaus Roth von der Freien Universität Berlin fesselte seine Zuhörer bei der Bürgervorlesung mit Geschichten zum Absinth und einer Reise in das vorige Jahrhundert, als die Reblaus Europas Weinplantagen vernichtete und Absinth das angesagte Getränk in vielen Regionen Europas wurde. Eine Familientragödie und ein Fehlurteil stoppten den Siegeszug des Absinth und es wurde verboten.

Absinth ist ein alkoholisches Getränk, das aus Wermut, Anis, Fenchel und Zitronenmelisse (weitere Kräuter nach Bedarf) hergestellt wird. Absinth wird aus der Wermutpflanze gewonnen (Artemisia absinthium).

Absinth wurde ursprünglich im 18. Jahrhundert im Val de Travers im heutigen Schweizer Kanton Neuenburg (frz. Canton de Neuchâtel) als Heilelixier hergestellt. Große Popularität fand diese Spirituosein der zweiten Hälfte des 19. und dem frühen 20. Jahrhundert in Frankreich. Zu den berühmten Absinth-Trinkern zählen unter anderem Paul Gauguin, Vincent van Gogh, Ernest Hemingway, Edgar Allan Poe, Arthur Rimbaud, Henri de Toulouse-Lautrec und Oscar Wilde.

Auf dem Höhepunkt seiner Popularität stand das Getränk in dem Ruf, aufgrund seines Thujon-Gehalts abhängig zu machen und schwerwiegende gesundheitliche Schäden hervorzurufen. 1915 war das Getränk in einer Reihe europäischer Staaten und den USA verboten. Neuere Studien haben eine Schädigung durch Absinthkonsum nicht nachweisen können. Ursachen scheinen eher in der schlechten Qualität des Alkohols und des hohen Alkoholkonsums zu liegen.

Die PCK Raffinerie GmbH Schwedt organisiert in Kooperation mit dem Gauß-Gymnasium Schwedt, der Stadt Schwedt und der Hochschule Eberswalde drei bis vier Bürgervorlesungen jährlich in Schwedt und Angermünde.

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